
In den vergangenen Tagen sind die Short-Positionen in der führenden Kryptowährung über ETFs um 22 % auf 9.012 BTC gestiegen. Laut Analysten von K33 wurden vergleichbare Werte in der gesamten Beobachtungsgeschichte erst zweimal erreicht.

Der Forschungsleiter des Unternehmens, Vetle Lunde, wies darauf hin, dass die aktuelle Situation den typischen Phasen einer Bodenbildung entspricht, in denen der Markt von pessimistischen Positionen dominiert wird. Dies werde auch durch die anhaltenden negativen Finanzierungszinsen nahegelegt.

„Die durchschnittlichen jährlichen 30-Tage-Finanzierungszinssätze sind seit 32 aufeinanderfolgenden Tagen negativ. In weiteren zwei Wochen könnte dieser Zeitraum die negativen Zinssätze, die von November bis Dezember 2022 beobachtet wurden, übertreffen“, bemerkte er.
Weitere On-Chain-Daten deuten ebenfalls auf ein zyklisches Tief hin. Laut CryptoQuant hat sich die Differenz zwischen dem Spotpreis und dem realisierten Preis von Bitcoin von 120 % Ende 2024 auf aktuell 21 % verringert. Der Kurs müsste um weitere 20 % fallen, um die Akkumulationszone zu erreichen, in der sich in der Vergangenheit der Tiefpunkt gebildet hat.
Geringe Liquidität vor den Feiertagen
K33 erklärte, dass Bitcoin-Händler „aggressive Vorsicht“ an den Tag legen. Der Druck werde durch die schwache Preisdynamik, die Unsicherheit im Zusammenhang mit dem Konflikt im Iran, neue Warnungen vor Quantenbedrohungen und das bevorstehende Osterfest , eine Zeit geringer Liquidität, erzeugt.
Eine Reihe von Feiertagen in vielen Ländern führt aufgrund der Schließung der traditionellen Märkte zu geringeren Handelsvolumina und erhöhter Volatilität. Dies wirkt sich auch auf Kryptowährungen aus, betonte Lunde.
Laut seinen Angaben lagen die Bitcoin-Handelsvolumina in den Osterwochen seit 2019 durchgehend unter dem Jahresdurchschnitt. Ein ähnlicher Trend gilt für die Volatilität – deren Indikatoren hinkten in diesen Zeiträumen ebenfalls systematisch dem Jahresdurchschnitt hinterher.

Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung dieses Artikels notiert digitales Gold bei rund 68.600 US-Dollar. Das erste Quartal 2026, das gestern endete, war das schwächste für diese Anlageklasse in den letzten acht Jahren.

Zur Erinnerung: Die Analysten von Fidelity bezeichneten den Rückgang des Bitcoin-Kurses um 52 % von seinem Allzeithoch als Zeichen der Marktreife.
