
Bitcoin hält sich besser als bei früheren Kursstürzen und zeigt damit eine deutliche Veränderung im Marktverhalten. Seit dem Höchststand von 126.200 US-Dollar im Oktober ist der Kurs um etwa 50 % gefallen, deutlich weniger als die vorherigen Rückgänge von 80–90 %. Analysten führen die gesunkene Volatilität auf die zunehmende Beteiligung institutioneller Anleger und eine ausgereifte Marktstruktur zurück.
Die geringeren Kursrückgänge bei Bitcoin deuten auf eine Marktreife hin.
Seit dem Erreichen der 126.200-Dollar-Marke im Oktober ist der Bitcoin-Kurs um etwa 50 % gefallen, deutlich weniger stark als in früheren Bärenmärkten. Experten führen diese Entwicklung auf eine höhere Liquidität und eine breitere Marktteilnahme zurück.
Jason Fernandez, Mitbegründer von AdLunam, sagte: „Die geringeren Rückgänge in diesem Zyklus zeigen, dass sich der Markt stabilisiert. Mit zunehmender Handelsaktivität und institutioneller Beteiligung fallen die Schwankungen naturgemäß geringer aus.“
Bitcoin verzeichnete in früheren Zyklen deutlich stärkere Kursrückgänge. Nachdem der Kurs 2013 die Marke von 1.163 US-Dollar erreicht hatte, fiel er bis Anfang 2015 auf 152 US-Dollar – ein Rückgang von 87 %. Das Hoch im Jahr 2017 lag bei fast 20.000 US-Dollar, bevor der Kurs später auf 3.122 US-Dollar sank, was einem Rückgang von 84 % entspricht.
Analyst Mati Greenspan merkte zudem an, dass ein Rückgang auf 10.000 US-Dollar wahrscheinlich eine schwere globale Liquiditätskrise erfordern würde.
Institutionelles Interesse und Portfolioeinfluss
ETF-Daten deuten auf eine veränderte Stimmungslage rund um Bitcoin hin. Spot-Bitcoin-ETFs, die in den USA notiert sind, verzeichneten im März Zuflüsse in Höhe von 1,32 Milliarden US-Dollar – der erste positive Monat seit Oktober. Das verwaltete Vermögen stabilisierte sich bei rund 1,31 Millionen BTC und erholte sich damit von einem Tiefstand von 7 % im Februar.
Bitcoin trägt mittlerweile zu besseren Portfolio-Performances bei. Fernandez merkte an, dass bereits eine Allokation von 1–3 % die Rendite ohne signifikantes Risiko steigern kann. Dennoch ist Vorsicht geboten.
Die Analysten Ed Engel und Sean Farrell warnen davor, dass makroökonomische Risiken, darunter geopolitische Spannungen, die Widerstandsfähigkeit von Bitcoin auf die Probe stellen könnten. Daher verfolgen Institutionen vorsichtig einen risikoscheuen Ansatz.
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