
Bitcoin notiert laut Analysten der Plattform Glassnode aufgrund fehlender starker Wachstumsimpulse im Bereich von 60.000 bis 70.000 US-Dollar. Sie gehen davon aus, dass die Nachfrage auf dem Spotmarkt, die das Angebot teilweise absorbiert, den Preis der führenden Kryptowährung zusätzlich belastet.
Analysten zufolge überarbeiten Investoren, die auf den zukünftigen Preis der Kryptowährung spekulieren, nun ihre Erwartungen und Strategien.
„Die Volatilität nimmt ab und die Positionen gleichen sich aus, aber ohne einen klaren Auslöser fehlt dem Markt das nötige Vertrauen für einen nachhaltigen Ausbruch“, so Glassnode.
Ein weiteres wichtiges Wachstumshemmnis bleibt das beträchtliche Volumen an Bitcoin, das über 80.000 US-Dollar gekauft und von Anlegern mit realisierten Verlusten gehalten wird. Laut Plattformexperten stehen Inhaber dieser Positionen, die seit mehr als sechs Monaten einen Kursrückgang hinnehmen mussten, vor der Wahl: Verluste während einer möglichen Erholung zu realisieren oder die Positionen in Erwartung einer Trendwende weiter zu halten.
Analysten zufolge hat sich ein großer Pool von Anlegern gebildet, deren Einstiegskurse zwischen 80.000 und 126.000 US-Dollar liegen. Dieses Überangebot bremst den Kursanstieg und erfordert entweder eine stärkere Korrektur, um neue Nachfrage zu generieren, oder Zeit, bis sich das Anlageobjekt stärker auf langfristig orientierte Investoren konzentriert.
Glassnode ist der Ansicht, dass für eine nachhaltige Erholung der führenden Kryptowährung eine erhöhte Kaufaktivität erforderlich ist, um das angehäufte Angebot aufzunehmen.
Zuvor hatte Peter Brandt, Chef von Factor, ein Händler und Börsenveteran, die Vermutung geäußert, dass Bitcoin im Herbst seinen Tiefpunkt erreichen würde und erst dann der Preis der führenden Kryptowährung wieder steigen würde.
