
Die Hashrate des Bitcoin-Netzwerks sank in den ersten drei Monaten des Jahres von 1.066 EH/s auf 1.004 EH/s. Hauptgrund für den Rückgang um 5,8 % war laut Analysten der Hashrate-Index-Plattform die Abschaltung älterer Hardware.
Experten führen die Umverteilung der Rechenleistung im Bitcoin-Netzwerk vor allem auf die sinkende Rentabilität des Minings zurück. Laut Hashrate-Index optimieren Marktteilnehmer ihre Hardware und schalten die ineffizientesten Anlagen ab.
Die führenden Länder blieben von Januar bis März nahezu unverändert. Die Vereinigten Staaten behaupteten mit einem Anteil von 37,4 % ihren ersten Platz, trotz eines Rückgangs der Hashrate auf 375 EH/s. Dieser Rückgang ist auf die Stilllegung unrentabler Mining-Anlagen und die teilweise Umverteilung von Ressourcen in Projekte der künstlichen Intelligenz zurückzuführen.
Russland hat seine Position als Zweiter weiter gefestigt und seinen Anteil von 16,4 % Ende letzten Jahres auf 16,9 % erhöht. China bleibt Dritter mit einem gestiegenen Anteil von 12 %, obwohl die Hashrate von 125 EH/s auf 120 EH/s sank. Dieser Rückgang ist auf die Auswirkungen des Angriffs der chinesischen Regierung auf Mining-Farmen in der Autonomen Region Xinjiang zurückzuführen. Kryptowährungs-Mining ist in China verboten.
Die drei führenden Länder vereinen rund 65 % der globalen Hashrate auf sich, was die anhaltende Konzentration der Kapazitäten widerspiegelt. Analysten beobachten jedoch eine allmähliche Ausweitung der Mining-Geografie: Äthiopien ist in die Top Ten aufgestiegen, während Länder im Nahen Osten und in Südostasien ihre Anteile ausgebaut haben.
Im Jahresvergleich wiesen die folgenden Länder das größte Wachstum auf:
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Kirgisistan (+300%);
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Laos und Finnland (beide +100%);
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Paraguay (+54%).
Experten führten dieses Ergebnis auf den Zugang zu bezahlbarem Strom und den Einsatz modernerer Anlagen zurück. Gleichzeitig verzeichnete der Iran im ersten Quartal des Jahres einen Rückgang der Stromerzeugung um etwa 7 EH/s, verglichen mit 9 EH/s zu Jahresbeginn, bedingt durch den militärischen Konflikt mit Israel und den Vereinigten Staaten.

Laut den Analysten von Hashrate Index deuten diese Veränderungen auf die Entstehung einer stärker verteilten Netzwerkstruktur hin. Die wichtigsten Faktoren bei der Wahl des Standorts bleiben Stromkosten, regulatorische Rahmenbedingungen sowie der Zugang zu Infrastruktur und Investorenkapital.
Cango, eines der weltweit größten Mining-Unternehmen, hatte zuvor angekündigt, Anlagen, die 30 % seiner Hashrate ausmachen, stillzulegen und dies mit Infrastrukturoptimierung zu begründen. Im Februar lag die operative Hashrate des Unternehmens bei 34,55 EH/s, bei einer installierten Kapazität von 50 EH/s.
