Tether führt QVAC SDK für lokale KI ein

Tether hat das QVAC SDK vorgestellt, eine Reihe von Tools, die entwickelt wurden, um KI direkt auf Benutzergeräten zu entwickeln und auszuführen.

Laut dem Unternehmen ermöglicht die offene Software-Suite das Erstellen und Trainieren von KI-Modellen auf Geräten jeder Klasse – von Smartphones bis hin zu Servern – ohne Abhängigkeit von einer Cloud-Infrastruktur.

Mit dem SDK erstellte Lösungen können auf iOS, Android, Windows, macOS und Linux mit einer einzigen Codebasis ausgeführt werden, ohne dass eine Anpassung an eine bestimmte Betriebsumgebung erforderlich ist.

Ablehnung zentralisierter KI

Das Unternehmen stellte im Mai 2025 die QVAC-Plattform für dezentrale künstliche Intelligenz vor. Tether merkte an, dass das derzeitige zentralisierte KI-Modell aufgrund von Verzögerungen, Infrastrukturschwachstellen und der Konzentration der Kontrolle nicht skalierbar sei.

Alternativ schlug das Unternehmen das Konzept der lokalen Bereitstellung vor, bei der die Berechnungen auf dem Gerät des Benutzers erfolgen und die Daten nicht an externe Server übertragen werden.

Dieser Ansatz soll Folgendes gewährleisten:

  • höheres Maß an Privatsphäre;
  • geringe Latenz;
  • Widerstandsfähigkeit gegenüber Ausfällen und fehlendem Internet.

„QVAC-basierte Anwendungen funktionieren auch bei niedrigen Verbindungsgeschwindigkeiten weiterhin, was KI in realen Anwendungsszenarien praktikabler macht. Sollte die Internetverbindung ausfallen oder die Serverfarm nicht funktionieren, ändert sich für den Benutzer nichts“, erklärten die Entwickler.

Technische Architektur

Das SDK basiert auf QVAC Fabric, einer Modifikation der minimalistischen llama.cpp-Engine zur Ausführung lokaler Modelle. Es bietet volle Kompatibilität mit dem Llama-Ökosystem für Textgenerierung, Einbettungen und multimodale Workloads.

Die Plattform integriert außerdem eine Reihe eigenständiger Engines, wie Parakeet (Spracherkennung) und Bergamot (Übersetzung), die durch eine einheitliche API verbunden sind, sodass Entwickler Funktionen kombinieren können, ohne die Logik ihrer Anwendungen zu ändern.

Das QVAC SDK enthält integrierte P2P-Interaktionsmechanismen auf Basis des Holepunch-Stacks, die Folgendes ermöglichen:

  • Modelle ohne zentrale Server verteilen;
  • KI in einem verteilten Netzwerk nutzen und zukünftig trainieren.

Tether positioniert das QVAC SDK als Basiselement für eine neue Klasse von Anwendungen – von persönlichen KI-Assistenten bis hin zu autonomen Agenten, die in Web3-Dienste integriert sind.

„Die Welt nähert sich einer Zeit, in der Milliarden von Menschen den Planeten mit Milliarden von autonomen Maschinen und Billionen von KI-Agenten teilen werden. Die gegenwärtige Struktur, in der jede Entscheidung über einen zentralen Server getroffen wird, wird dieser Realität nicht gerecht werden“, sagte Paolo Ardoino, CEO von Tether.

Zur Erinnerung: Im Dezember 2025 präsentierte das QVAC-Team einen offenen Datensatz für das KI-Training.

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