Ein polnischer Minister kritisierte das Veto gegen ein Gesetz zur Regulierung des Kryptomarktes.

Министр Польши раскритиковал вето на закон о регулировании крипторынка

Die fehlende staatliche Aufsicht über Kryptobörsen birgt Risiken für Anleger, erklärte Krzysztof Gawkowski, stellvertretender Ministerpräsident und Digitalisierungsminister Polens. Er hob insbesondere die Situation um die größte Kryptoplattform des Landes, Zondacrypto, hervor.

Gawkowski kritisierte das Veto des polnischen Präsidenten Karol Nawrocki gegen ein Gesetz zur Regulierung des Kryptomarktes. Das Dokument sah die Übertragung der Aufsichtsfunktionen an die polnische Finanzaufsichtsbehörde (KNF) vor, die damit Kryptobörsen hätte überwachen und Investitionen durch den Verkauf von Krypto-Assets einschränken können.

„Der Präsident hat die Sicherheit des Kryptomarktes blockiert. Zondacrypto muss, wie andere Börsen auch, reguliert werden. Ohne diese Regulierung ist es unmöglich, den Schutz des Vermögens der Bürger zu gewährleisten“, erklärte Gavkovsky.

Seine Bedenken entstanden nach Medienberichten über einen drastischen Rückgang der öffentlichen Bitcoin-Reserven auf Zondacrypto um fast 99,7 %. Laut Recoveris sank der durchschnittliche Guthabenbetrag in der Hot Wallet der Börse von 55,7 BTC im August 2024 auf 0,18 BTC im März und 0,086 BTC am 1. April 2026. Nutzer beschwerten sich zudem über Verzögerungen bei Auszahlungen.

Zondacrypto-CEO Przemyslaw Kral weist die Vorwürfe von Liquiditätsproblemen zurück. Er erklärte, die Analyse habe lediglich Hot Wallets berücksichtigt, während der Großteil der Vermögenswerte in Cold Wallets verwahrt werde. Zum 1. April habe die Börse über 4.500 BTC verwaltet, verteilt auf über 3,2 Millionen Adressen.

Das Unternehmen bestätigte, dass Auszahlungen aufgrund verstärkter Sicherheitsvorkehrungen, einschließlich manueller Überprüfung, in letzter Zeit möglicherweise langsamer bearbeitet wurden. Zondacrypto versprach, die Bearbeitungszeiten innerhalb von 10 Tagen zu normalisieren.

Im vergangenen Jahr erklärte der Chef der polnischen Nationalbank, Adam Glapiński, dass die Aufsichtsbehörde nicht plane, Bitcoin in die Devisenreserven des Landes aufzunehmen, die größtenteils aus Gold, US-Dollar und Euro bestehen.

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