Analyst sagt, die US-Notenbank ignoriere Anzeichen einer Rezession in den USA im Jahr 2026.

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Laut Danielle DiMartino Booth, CEO von QI Research, riskieren die Verantwortlichen der US-Notenbank, den größten geldpolitischen Fehler in der Geschichte der Zentralbank zu begehen, indem sie die Zinssätze hoch halten, während die US-Wirtschaft in eine Rezession abrutscht.

Wichtigste Erkenntnisse:

  • Laut Daniel DiMartino Booth, CEO von QI Research, riskiert die Fed einen historischen politischen Fehler, indem sie die Zinsen hoch hält, während das BIP im vierten Quartal nur um 0,5 % gestiegen ist.
  • Die Konsumausgaben in den USA verlangsamten sich Anfang 2026 auf 0,6 %, und 14 aufeinanderfolgende Monate mit negativen Revisionen der Beschäftigungsdaten deuten auf Schäden am Arbeitsmarkt hin.
  • Der Arbeitsmarktbericht für April und das Bestätigungsrennen von Kevin Warsh gegen Senator Thom Tillis werden über den nächsten Schritt der Fed in der Geldpolitik entscheiden.

Edelmetalle und kurzfristige Anleihen sind in einem restriktiven Umfeld der US-Notenbank die beste Wahl, sagt Daniel DiMartino Booth.

Danielle DiMartino Booth äußerte sich in einem Interview mit David Lin in der Sendung „The David Lin Report“ (TDLR), nachdem der allgemeine Verbraucherpreisindex (VPI) für den Monat bei 3,3 % lag, dem höchsten Wert seit Mai 2024, und der Kern-VPI angesichts steigender Ölpreise auf 2,6 % anstieg.

Das am selben Tag veröffentlichte Protokoll der Sitzung des Offenmarktausschusses der Federal Reserve zeigte, dass mehrere Mitglieder die Möglichkeit einer Zinserhöhung erörterten, falls die Inflation weiterhin über dem Zielwert liege. Booth wies jegliche kurzfristige Zinserhöhung als politisch motivierte Manöver und nicht als vernünftige wirtschaftliche Überlegungen zurück.

„Die Vorstellung, dass die Fed unter diesen Umständen die Zinsen anheben wird, ist schlichtweg absurd“, sagte Booth. „Das wird als einer der größten politischen Fehler in die Geschichte der Federal Reserve eingehen. Die Federal Reserve ignoriert die offensichtlichen Gefahren.“

Im vierten Quartal 2025 wuchs das US-Bruttoinlandsprodukt (BIP) lediglich um 0,5 %. Der private Konsum, der 1,9 % dieses Wachstums ausmachte, verlangsamte sich seither auf 0,6 % im Januar und Februar 2026, bevor die steigenden Benzinpreise die Haushaltsbudgets voll belasten werden. Das GDPNow-Modell der Federal Reserve Bank von Atlanta prognostiziert für das erste Quartal ein Wachstum von 1,3 %.

Booth verwies auf die Daten des National Bureau of Economic Research zum persönlichen Einkommen nach staatlichen Transferleistungen, die bereits Rezessionsindikatoren aufweisen. Sie erwähnte 14 aufeinanderfolgende Monate mit negativen Lohnrevisionen und merkte an, dass Analysten großer Unternehmen begonnen hätten, offen den Begriff „Rezession“ zu verwenden.

Der Verbraucherstimmungsindex der Universität Michigan erreichte einen historischen Tiefstand. Die Arbeitslosenprognose lag bei 68 %, was Booth als tiefe Rezession bezeichnete. Ein separater Indikator, der die Attraktivität des jetzigen Zeitpunkts für einen Hauskauf misst, fiel deutlich.

Powells verlängerte Amtszeit

Bezüglich der Führung der US-Notenbank erklärte Booth, dass Jerome Powell voraussichtlich länger im Amt bleiben werde, als das Weiße Haus erwarte. Sie nannte Senator Thom Tillis, dessen Amtszeit erst am 3. Januar 2027 endet, als Hindernis, das die Abstimmung über die Bestätigung von Kevin Warsh im Ausschuss verhindere. Die strafrechtlichen Anklagen gegen Powell seien weiterhin ungeklärt, und Booth erklärte, dass alle Fed-Beamten bis zu einer Änderung der Lage eine harte Linie verfolgen würden.

„Solange die Anklage gegen Jerome Powell nicht fallen gelassen wird, wird sich jeder amtierende Vertreter der Federal Reserve hinter allem verstecken, was er finden kann, um seine restriktive Geldpolitik zu rechtfertigen und mit Zinserhöhungen zu drohen“, sagte Booth. „Punkt.“

Laut Daten von CME Fedwatch war eine Zinssenkung vor Ende April unwahrscheinlich; signifikante Chancen ergaben sich erst bei der Dezember-Sitzung. Booth erklärte, die richtige Reaktion der Fed wäre, Arbeitnehmer, die unter hohen Kraftstoffpreisen, sinkenden Löhnen und zunehmenden Entlassungen leiden, öffentlich zu unterstützen, selbst wenn Zinssenkungen nur begrenzte Entlastung bringen würden.

Der Zinssatz für 30-jährige Hypotheken mit festem Zinssatz sank nach fünf Wochen mit Anstiegen leicht auf 6,37 %. Die Rendite 10-jähriger US-Staatsanleihen fiel im Wochenverlauf von 4,35 % auf 4,31 %, was laut Booth darauf hindeutet, dass die Märkte den Wachstumsschock stärker eingepreist haben als die Inflationsgefahr.

Booth empfahl Anlegern, sich auf den kurzen Bereich der Zinskurve zu konzentrieren, da dies angesichts einer möglichen Kursänderung der US-Notenbank die beste Position darstelle. Sie erklärte, Edelmetalle hätten ihren Tiefpunkt erreicht und seien weiterhin ein zuverlässiger Schutz gegen Kreditschocks, Finanzinstabilität und Inflation. Sie bekräftigte ihre Einschätzung, dass die Dividende von Chevron weiterhin verlässlich sei.

Der nächste wichtige Datenpunkt, den Booth im Auge behält, ist der Arbeitsmarktbericht für April, da der Arbeitsmarktbericht für März durch saisonale Bereinigungsanomalien beeinflusst wurde, darunter 79.000 Arbeitnehmer, die als wetterbedingt betroffen galten, und 100.000 Arbeitsplätze, die durch die Geburten- und Sterbemodellbereinigung hinzukamen.

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