Die Regulierungsbehörden bezeichnen dies als einen wichtigen Schritt zur Integration digitaler Vermögenswerte in das Finanzsystem des Landes.
Die pakistanische Zentralbank hat Banken die Genehmigung erteilt, Konten für lizenzierte Krypto-Unternehmen zu eröffnen und damit ein seit 2018 geltendes Verbot aufgehoben, wie Reuters berichtet. Die Entscheidung folgt dem Inkrafttreten des Gesetzes über virtuelle Vermögenswerte und markiert den ersten Schritt zur Integration von Krypto-Unternehmen in das pakistanische Finanzsystem.
Laut der pakistanischen Zentralbank sind Banken nun verpflichtet, die von der pakistanischen Aufsichtsbehörde für virtuelle Vermögenswerte (PVARA) ausgestellten Lizenzen von Krypto-Unternehmen zu überprüfen und separate Kundenkonten in der Landeswährung zu führen. Die Verantwortung für die Sorgfaltspflicht gegenüber ihren Kunden und die Überwachung von Transaktionen bleibt jedoch bei den Banken. Es ist Banken untersagt, mit eigenen oder Kundengeldern in Kryptowährungen zu investieren oder diese zu halten.
„Dies ist ein grundlegender Schritt hin zur Einbeziehung virtueller Vermögenswerte in das formelle Finanzsystem Pakistans“, sagte PVARA-Vorsitzender Bilal bin Saqib am Mittwoch.
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Im Jahr 2023 planten die pakistanischen Behörden ein Verbot von Kryptowährungen im Land. Die damalige pakistanische Finanzministerin Aisha Ghaus Pasha erklärte, Kryptowährungen würden nicht zugelassen und ihre Legalisierung in Pakistan nicht in Betracht gezogen.
Nach seiner Ernennung zum Chefberater des Finanzministers für digitales Vermögensmanagement im Frühjahr 2025 spielte Saqib eine entscheidende Rolle bei der Entwicklung eines Plans zur Legalisierung von Kryptowährungen in Pakistan und der Gründung der Regulierungsbehörde PVARA. Saqib betonte, dass jedes Land dem Beispiel der Vereinigten Staaten folgen sollte, wo der Präsident Kryptowährungen zu einer nationalen Priorität erklärt hat.
Im April desselben Jahres wurde Changpeng Zhao, Gründer und ehemaliger CEO von Binance, der weltweit größten Kryptobörse, strategischer Berater des Pakistan Cryptocurrency Council (PCC). Zu seinen Aufgaben gehörten die Beratung in den Bereichen Regulierung, Infrastruktur, Bildung und Akzeptanz von Kryptowährungen in Zusammenarbeit mit der pakistanischen Regierung und dem Privatsektor.
Im Januar 2026 kündigte die pakistanische Regierung eine Partnerschaft mit World Liberty Financial an, einem Unternehmen, das mit dem Kryptoprojekt der Trumps in Verbindung steht. Geplant war die Integration des Stablecoins des Projekts im Wert von 1 US-Dollar in das pakistanische Zahlungssystem unter Beteiligung der pakistanischen Zentralbank.
