
Der renommierte Bitcoin-Entwickler Jameson Lopp und eine Gruppe von Experten haben einen Entwurf für BIP-361 eingereicht. Die Initiative sieht das Einfrieren von Coins vor, die für Quantencomputer anfällig sind, um das Netzwerk vor potenziellen zukünftigen Angriffen zu schützen.
Etwa 1,7 Millionen BTC, die auf frühen P2PK -Adressen gespeichert sind, sind gefährdet. Darunter befinden sich auch die Reserven des Bitcoin-Erfinders Satoshi Nakamoto, die auf 74 Milliarden US-Dollar geschätzt werden. Der Diebstahl dieser Coins könnte einen massiven Kursverfall der ersten Kryptowährung auslösen.
Der Plan für den Übergang zur Post-Quanten-Sicherheit umfasst drei Phasen:
- Phase A. Drei Jahre nach der Aktivierung können die Netzwerkteilnehmer keine Bitcoins mehr an Adressen des alten Typs senden.
- Phase B. Nach fünf Jahren verlieren alte kryptografische Signaturen ihre Gültigkeit. Alle Coins auf anfälligen Adressen werden dauerhaft eingefroren.
- Phase C. Die Entwickler implementieren einen Mechanismus zur Wiederherstellung von Adressen ohne Offenlegung von Informationen. Besitzer gesperrter Adressen können mithilfe einer Seed-Phrase wieder Zugriff auf ihre Vermögenswerte erhalten.
Die Autoren bezeichneten das Konzept als „persönlichen Anreiz zum Upgrade“. Eingefrorene Vermögenswerte verteuern die Coins anderer Marktteilnehmer. Umgekehrt mindern mit Quantensystemen abgehobene Gelder den Gesamtwert der Währung.
Lopp erklärte, dass BIP-361 noch nicht integrationsreif sei. Das Dokument diene als Entwurf eines Aktionsplans für den Fall eines bahnbrechenden Durchbruchs im Quantencomputing.
Die Bitcoin-Community kritisierte die Initiative. Nutzer bezeichneten den Vorschlag als autoritär und konfiskatorisch: Er mache einen Teil der UTXOs ungültig, was gegen die grundlegende Philosophie des Netzwerks verstoße.
Dieser Quantenvorschlag ist extrem autoritär und konfiskatorisch, aber er stammt natürlich von Lopp.
Es gibt keinen zwingenden Grund, eine Aktualisierung zu erzwingen und alte Ausgaben für ungültig zu erklären. Aktualisierungen sollten zu 100 % freiwillig sein. pic.twitter.com/tQvJVgdPRY
— Cato The Elder (@CatoTheElder17) 14. April 2026
Zur Erinnerung: Im April stellte der Bitcoin-Entwickler Olaoluwa Osuntokun ein Prototyp-Tool vor, das Bitcoin-Wallets vor potenziellen Quantenangriffen schützen soll.
