Südkorea testet staatliche Ausgaben in Form von Einzahlungstoken.

Bild Das Ministerium für Wirtschaft und Finanzen der Republik Korea (MOEF) plant, die Bezahlung staatlicher Ausgaben in Form von Einzahlungstoken zu testen. Dabei handelt es sich um digitale Zertifikate, die von Geschäftsbanken ausgestellt werden und ausschließlich während des Pilotprojekts als Zahlungsmittel dienen.

Neun große Banken, darunter KB Kookmin, Shinhan, Woori und Hana, nehmen an dem Pilotprojekt teil und übernehmen die Ausgabe und Verwaltung der Token. Die Budgetzahlungen werden in Sejong, einer Stadt mit Sonderstatus, abgewickelt. Sejong erhielt diesen Sonderstatus im Jahr 2007, und seitdem haben 13 südkoreanische Ministerien und Behörden ihren Sitz von der Hauptstadt Seoul dorthin verlegt.

Experimentelle tokenisierte Zahlungen sind erforderlich, um das digitale Haushalts- und Buchhaltungssystem der Regierung (dBrain) mit der Blockchain zu integrieren und den Behörden so eine einfachere Nachverfolgung von Finanztransaktionen zu ermöglichen.

Derzeit nutzen Regierungsbehörden Bankkonten und sogar Bank-, Kredit- und Debitkarten für ihre Betriebskosten. Transaktionen, die spät abends oder außerhalb der Arbeitszeiten getätigt werden, erfordern jedoch häufig eine zusätzliche Genehmigung. Dies zwingt Beamte, detaillierte Berichte zur Rechtfertigung solcher Ausgaben einzureichen, was die Prozesse verlangsamt und den Arbeitsaufwand für die Angestellten erhöht.

Das Ministerium für Finanzen und Wirtschaft ist überzeugt, dass Einzahlungstoken das Problem unnötiger Bürokratie lösen können, indem sie vordefinierte Regeln für die Verwendung von Geldern ermöglichen. Beispielsweise durch die Beschränkung von Transaktionen auf bestimmte Zeiten oder genehmigte Kategorien, wodurch die manuelle Bestätigung jeder einzelnen Transaktion entfällt.

Südkorea bereitet ein Gesetz zur Regulierung digitaler Vermögenswerte vor, das Stablecoins, tokenisierte Vermögenswerte und Kryptowährungs-ETFs regeln soll. Die Beratungen im Parlament wurden aufgrund der bevorstehenden Regionalwahlen verschoben.

Im März startete die Bank von Korea die zweite Testphase ihrer eigenen digitalen Währung (CBDC) für Zahlungen und Abrechnungen sowie für die Auszahlung staatlicher Subventionen. Das Pilotprojekt nutzt den digitalen Won im Großhandelsformat und von Geschäftsbanken ausgegebene Einlagentoken.

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