BIS-Vorsitzender vergleicht Stablecoins mit Wertpapieren

Die Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ) hat die Notwendigkeit einer globalen Regulierung von Stablecoins bekräftigt und erklärt, dass diese eher Anlageinstrumente als Zahlungsmittel seien, berichtet Reuters.

BIS-Generaldirektor Pablo Hernandez de Cos wies auf die hohe Marktkonzentration hin. USDT und USDC machen rund 85 % des gesamten Emissionsvolumens aus, das 300 Milliarden US-Dollar überstieg. Aufgrund von Problemen bei der Einlösung und häufigen Abweichungen vom Nominalkurs verglich de Cos Stablecoins mit börsengehandelten Fonds (ETFs).

Der Leiter der Organisation warnte davor, dass an Fiatgeld gekoppelte Vermögenswerte die Geldpolitik schwächen und zu Spannungen an den Finanzmärkten führen könnten. Unterschiedliche Regelungen zwischen den Ländern bergen das Risiko regulatorischer Arbitrage.

De Cos warnte zudem vor den Gefahren eines Bankansturms. Er erklärte, die Risiken ließen sich verringern, wenn Emittenten Zugang zu Einlagensicherungssystemen oder Kreditlinien der Zentralbanken hätten. Gleichzeitig befürwortete er ein Zinsverbot für Stablecoins, um Kapitalabflüsse aus Bankeinlagen zu verhindern.

Parallel dazu nimmt die Nutzung von Stablecoins im Realwirtschaftssektor zu. Laut einer gemeinsamen Studie von BVNK, Coinbase und Artemis werden diese Kryptowährungen zunehmend für Zahlungen, Gehälter und Ersparnisse verwendet.

Zur Erinnerung: Im April prognostizierten die Analysten von Chainalysis, dass das Transaktionsvolumen von Stablecoins bis 2035 1,5 Billiarden Dollar erreichen könnte.

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