In Japan planen 80 % der Großinvestoren, in Kryptowährungen zu investieren.
Japanische Unternehmen erwägen nicht nur Akquisitionen, sondern auch andere Anwendungsfälle für digitale Vermögenswerte: Staking, Krypto-Kreditvergabe und Stablecoin-Zahlungen.
RBC-Crypto bietet keine Anlageberatung an; dieses Material dient ausschließlich Informationszwecken. Kryptowährungen sind volatile Vermögenswerte, die zu finanziellen Verlusten führen können.
Laut einer Umfrage der Nomura Bank planen fast 80 % der japanischen institutionellen Anleger, innerhalb der nächsten drei Jahre in Kryptowährungen zu investieren. Die Studie ergab, dass Unternehmen nicht mehr darüber diskutieren, ob sie in Krypto-Assets investieren sollen, sondern sich stattdessen darauf konzentrieren, wie sie dies tun können, berichtet CoinDesk.
Im Dezember und Januar führten die Investmentbank Nomura und ihre Digitalsparte Laser Digital eine Umfrage unter 518 Investmentexperten durch, darunter institutionelle Anleger, Family Offices und Vertreter öffentlicher Organisationen. Rund 80 % der Befragten planen, bis 2029 bis zu 5 % ihres Portfolios in digitale Vermögenswerte zu investieren.
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Japanische Investoren betrachten Kryptowährungen zunehmend als Diversifizierungsinstrument. Viele Befragte nannten die geringe Korrelation mit traditionellen Anlageklassen als Hauptgrund für ihre Entscheidung, in Kryptowährungen zu investieren.
Die Umfrage ergab eine Verbesserung der Stimmung: 31 % der Befragten bewerten die Zukunftsaussichten von Kryptowährungen positiv. Im Jahr 2024 lag dieser Anteil bei 25 %.
Über 60 % der Befragten zeigten Interesse nicht nur am Kauf von Kryptowährungen, sondern auch an Möglichkeiten zur Einkommenserzielung durch Produkte wie Staking und Kreditvergabe. Sie interessieren sich zudem für Derivate und tokenisierte Vermögenswerte. 63 % der Befragten ziehen Anwendungsfälle für Stablecoins in Betracht, darunter Treasury-Transaktionen und grenzüberschreitende Zahlungen.
Investoren nannten den Mangel an etablierten Methoden zur Bewertung von Krypto-Investitionen, Kontrahentenrisiken (wie Betrug) und die anhaltende regulatorische Unsicherheit als Herausforderungen. Auch die hohe Volatilität stellt weiterhin ein Hindernis für die breite Akzeptanz von Kryptowährungen dar.
Japan gehörte zu den ersten Ländern, die Regulierungen für den Kryptomarkt einführten. Bereits 2018 beschlossen die Behörden, die Entwicklung der Branche nicht zu behindern, sondern zu regulieren. Japan verabschiedete 2022, drei Jahre vor den USA, ein Stablecoin-Gesetz. Im Oktober 2025 wurde der erste auf Yen lautende Stablecoin, JPYC, eingeführt, der durch Fiat-Einlagen und Staatsanleihen gedeckt ist.
