35 % der europäischen Anleger sind bereit, für Kryptowährungen die Bank zu wechseln – Börse Stuttgart Digital
Laut einer Umfrage von Börse Stuttgart Digital unter 6.000 Anlegern in Deutschland, Italien, Spanien und Frankreich ist mehr als ein Drittel der europäischen Anleger bereit, die Bank zu wechseln, um bessere Bedingungen für den Handel mit Kryptowährungen zu erhalten.
Die Umfrage wurde vom 29. August 2025 bis zum 21. Januar 2026 durchgeführt. Laut der Umfrage erwartet jeder fünfte europäische Anleger, dass seine Bank innerhalb der nächsten drei Jahre den Zugang zu Kryptowährungen ermöglicht. Diese Erwartung ist in Deutschland am höchsten (22 %), gefolgt von Spanien (19 %), Italien (18 %) und Frankreich (16 %). 35 % der Befragten wären bereit, die Bank zu wechseln, wenn ein anderes Institut bessere Möglichkeiten für Investitionen in Kryptowährungen bietet. Dieser Trend ist in allen Märkten zu beobachten: Spanien führt mit 40 %, gefolgt von Italien (35 %), Frankreich (33 %) und Deutschland (29 %).
Forscher stellten ein wachsendes Interesse von Anlegern an digitalen Vermögenswerten fest, identifizierten aber gleichzeitig eine erhebliche Wissenslücke. Mehr als 60 % der Anleger gaben an, schlecht über digitale Vermögenswerte informiert zu sein, 76 % hielten Kryptowährungen aufgrund unzureichender Regulierung für zu riskant, und 69 % der Befragten empfanden Krypto-Assets als zu komplex.
Fast die Hälfte der europäischen Anleger ist der Ansicht, dass die EU-Regulierung von Kryptowährungsdienstleistern das Vertrauen in digitale Vermögenswerte stärkt. Dank des Inkrafttretens der MiCAR wird diese Anlageklasse laut Börse Stuttgart Digital als sicherer und attraktiver wahrgenommen.
Laut Börse Stuttgart Digital hat bereits jeder vierte Befragte in Kryptowährungen investiert. Spanien ist führend bei der Akzeptanz von Kryptowährungen: Knapp 28 % der spanischen Anleger haben bereits in Krypto-Assets investiert, verglichen mit 25 % in Deutschland, 24 % in Italien und 23 % in Frankreich. Auch beim allgemeinen Interesse an Kryptowährungsinvestitionen liegt Spanien mit über 40 % an der Spitze, gefolgt von Frankreich (36 %), Deutschland (35 %) und Italien (34 %). Über ein Drittel (36 %) der Befragten plant, trotz der Marktvolatilität in den nächsten fünf Jahren erneut Kryptowährungen zu kaufen.
Einer aktuellen Umfrage des in Tokio ansässigen Finanzdienstleistungsunternehmens Nomura Holdings zufolge sind 65 % der großen japanischen Unternehmen bereit, Kryptowährungen zu kaufen, um ihre Anlageportfolios zu diversifizieren.
