Der Kelp-Hack führte zum Verlust von 15 Milliarden Dollar an Aave-Einlagen.

In den dreieinhalb Tagen seit dem Kelp-Hack haben Nutzer des Aave-Kreditprotokolls Vermögenswerte im Wert von 15,1 Milliarden US-Dollar abgehoben. Dies stellten Analysten von EmberCN fest.

Vom 18. bis 22. April sank das Gesamtvolumen der Einlagen bei Aave von 48,5 Milliarden US-Dollar auf 30,7 Milliarden US-Dollar – das Protokoll verlor mehr als ein Drittel seines Volumens.

Die Situation auf anderen großen Kreditplattformen ist anders:

  • Morpho verlor 1,5 Milliarden Dollar – im Zuge des rsETH-Vorfalls sanken die Einlagen von 11,7 Milliarden Dollar auf 10,2 Milliarden Dollar;
  • Spark hingegen sammelte 1,3 Milliarden Dollar ein – der TVL stieg von 1,9 Milliarden Dollar auf 3,2 Milliarden Dollar.

„Spark übernahm Gelder, die von Großinvestoren und institutionellen Anlegern wie Brother Sun von Aave abgezogen wurden […]“, bemerkte EmberCN.

Analysten von Lookonchain haben einen der „Flucht“-Wale identifiziert. Der Nutzer erstellte eine neue Wallet und zahlte 9.500 wstETH auf Spark ein. Anschließend lieh er sich 9.500 ETH (ca. 22,68 Millionen US-Dollar), tauschte diese über Binance in USDE-Stablecoins und überwies die Vermögenswerte an Aave, um die Kredite zurückzuzahlen.

Im neuesten Update zu dem Vorfall zum Zeitpunkt der Veröffentlichung dieses Artikels teilten Vertreter von Aave mit, dass die wETH-Reserven auf dem Ethereum Core V3-Markt wieder freigegeben wurden und die Benutzer ihr Guthaben wieder mit „wrapped“ Ether auffüllen können.

„Das Verhältnis von Transaktionsbetrag zu Wert der wETH-Transaktionen bleibt bei null. Die wETH-Reserven auf Ethereum Prime, Arbitrum, Base, Mantle und Linea bleiben gesperrt“, heißt es in der Nachricht.

Der native Token AAVE reagiert negativ auf den Kapitalabfluss, konnte sich aber in den letzten 24 Stunden leicht erholen. Derzeit notiert die Kryptowährung bei rund 94 US-Dollar, nachdem sie in der vergangenen Woche 8 % an Wert verloren hat.

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Binance AAVE/USDT-Stundenchart. Quelle: TradingView.

Laut Alphactal-CEO Zhao Wedson eröffnen große Marktteilnehmer und führende Händler aggressiv Short-Positionen auf AAVE. Gleichzeitig würden Privatanleger gegen die pessimistische Stimmung handeln, fügte er hinzu.

Zur Erinnerung: Am 21. April froren die Entwickler des Arbitrum-Netzwerks im Rahmen der Untersuchung des Kelp-Hacks 30.766 ETH ein.

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