Die EZB hat Zahlungsstandards für den digitalen Euro ausgewählt.

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Die Europäische Zentralbank (EZB) hat einen weiteren Schritt zur Vorbereitung der Einführung eines digitalen Euro unternommen, indem sie Vereinbarungen mit drei europäischen Zahlungsstandardorganisationen getroffen hat.

Die EZB hat mit drei führenden europäischen Standardsetzern Abkommen zur Erleichterung digitaler Euro-Online-Zahlungen unterzeichnet.

Durch die Wiederverwendung bestehender Standards können wir privaten europäischen Zahlungslösungen helfen, Kosten zu minimieren und ihre geografische Reichweite zu vergrößern. https://t.co/iktYHKCDz5 pic.twitter.com/4SczJhlumz

— Europäische Zentralbank (@ecb) 24. April 2026

Technologien der European Card Payment Cooperation (ECPC), der nexo-Standards und der Berliner Gruppe sollen für Online-Zahlungen in das zukünftige CBDC-System der Eurozone integriert werden.

Die Idee besteht darin, bestehende offene Standards wiederzuverwenden, um die Kosten für die Einführung eines digitalen Euros für Banken, Zahlungsdienstleister und Händler zu senken. Die EZB ist überzeugt, dass dieser Ansatz den Ausbau der Infrastruktur beschleunigen und Europas Abhängigkeit von internationalen Kartensystemen und globalen digitalen Geldbörsen verringern wird.

Welche Technologien haben Sie ausgewählt?

Laut der Erklärung der Aufsichtsbehörde:

  • ECPCs CPACE wird für kontaktlose Tap-to-Pay-Transaktionen via NFC verwendet;
  • Die nexo-Standards werden die Integration zwischen den Kassensystemen der Händler und den Zahlungsanbietern sicherstellen;
  • Berlin Group wird Lösungen für Transaktionen über Telefonnummern und mobile Anwendungen anbieten.

Zukunftspläne

Die EZB hofft, dass gemeinsame offene Standards es ermöglichen werden, europäische Zahlungslösungen über die nationalen Märkte hinaus zu skalieren, ohne dass kostspielige Aufrüstungen von Terminals und Infrastruktur erforderlich sind.

EZB-Direktoriumsmitglied Piero Cipollone sagte, der digitale Euro solle eine „europäische, freie Alternative zu bestehenden proprietären Standards“ sein und Banken und Unternehmen das Vertrauen geben, zu investieren und Innovationen voranzutreiben.

Die Regulierungsbehörde peilt weiterhin eine mögliche Erstausgabe des digitalen Euro im Jahr 2029 an, sofern die notwendigen EU-Rechtsvorschriften bis Ende dieses Jahres verabschiedet werden.

Zur Erinnerung: Im Januar erklärte Cipollone, die Notwendigkeit der Schaffung eines europäischen digitalen Zahlungssystems sei ein Kampf um die Souveränität der EU.

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