Ein US-Militäroffizier wurde wegen Insiderwetten im Wert von 400.000 US-Dollar über Polymarket angeklagt.

Das US-Justizministerium hat Anklage gegen den aktiven Militärangehörigen Gannon Ken Van Dyke erhoben, der im Verdacht steht, geheime Informationen für Wetten auf der Vorhersageplattform Polymarket verwendet zu haben.

Den Ermittlungen zufolge war Van Dyke an der Vorbereitung und Durchführung der Operation „Absolute Entschlossenheit“ zur Gefangennahme des ehemaligen venezolanischen Präsidenten Nicolás Maduro beteiligt. Da er Zugang zu geheimen Informationen über den Zeitpunkt und die Details der Mission hatte, nutzte der Soldat diese, um sich zu bereichern.

Laut Aktenlage setzte der Verdächtige insgesamt rund 33.000 US-Dollar auf damit zusammenhängende Ereignisse und erzielte einen Gewinn von über 400.000 US-Dollar. Nach seinem Gewinn versuchte er, seine Spuren mithilfe einer Kryptowährungs-Wallet und eines Brokerkontos im Ausland zu verwischen, so die Staatsanwaltschaft.

Dem Verdächtigen wird Folgendes vorgeworfen:

  • illegale Verwendung vertraulicher Staatsinformationen;
  • Diebstahl nicht-öffentlicher Daten;
  • Betrug auf Rohstoffmärkten und unter Verwendung elektronischer Kommunikationsmittel;
  • illegale Finanztransaktionen.

Der amtierende US-Justizminister Todd Blanch erklärte, der Zugang zu Verschlusssachen dürfe nicht zur persönlichen Bereicherung missbraucht werden. Der US-Staatsanwalt für den südlichen Bezirk von New York, Jay Clayton, bezeichnete das Vorgehen des Angeklagten als „eindeutigen Insiderhandel“.

„Unsere Behörde wird auch weiterhin diejenigen strafrechtlich verfolgen, die vertrauliche oder geheime Informationen in einer Weise missbrauchen, die unsere nationale Sicherheit untergräbt und ausnutzt“, betonte der Staatsanwalt.

Polymarket erklärte, man habe den Behörden bereits zuvor Daten über verdächtige Nutzeraktivitäten zur Verfügung gestellt, da die Plattform die Regeln gegen Insideraktivitäten verschärft habe.

Van Dyke, 38, drohen in vier von fünf Anklagepunkten bis zu zehn Jahre Haft. Die Höchststrafe für Betrug mittels elektronischer Kommunikation beträgt 20 Jahre Gefängnis.

Zur Erinnerung: Im April gerieten zwei Konten auf Polymarket in Verdacht der Manipulation, nachdem sie 37.000 Dollar mit richtigen Wetten auf ungewöhnliche Temperaturmessungen an einer Wetterstation am Pariser Flughafen Charles de Gaulle gewonnen hatten.

No votes yet.
Please wait...

Leave a Reply

Your email address will not be published. Required fields are marked *