Die Investitionen in Kryptoprojekte sind um 75 % eingebrochen.
Laut Analysten der CryptoRank-Plattform sanken die Risikokapitalfinanzierungen für Kryptoprojekte im April im Vergleich zum März um 75 % auf 660 Millionen US-Dollar, verglichen mit mehr als 2,6 Milliarden US-Dollar im Vormonat.
Analysten glauben, dass der Rückgang einen breiteren Rückgang der Risikobereitschaft unter den Teilnehmern des Kryptomarktes widerspiegelt, da die Anleger angesichts der anhaltenden Volatilität vorsichtiger werden und weniger aktiv in neue Projekte investieren.
Der Stimmungsumschwung ist besonders deutlich im Vergleich zu den Höchstständen der größten Krypto-Assets im Oktober 2025. Damals sammelten Krypto-Projekte in über 120 Finanzierungsrunden rund 3,85 Milliarden US-Dollar ein, was das Ausmaß des aktuellen Kursrückgangs verdeutlicht. Risikokapitalfonds überdenken ihre Strategien und priorisieren ausgereiftere oder infrastrukturbasierte Lösungen, erklärten Analysten.
Der zunehmende Wettbewerb um Kapital verschärft die Anforderungen an Startups: Geschäftsmodell, Transparenz und der tatsächliche Nutzen des Produkts gewinnen an Bedeutung. Laut CryptoRank stellt die hohe Volatilität der wichtigsten Krypto-Assets einen zusätzlichen Druckfaktor dar, der Projektbewertungen erschwert und die Unsicherheit von Rentabilitätsprognosen erhöht.
Unter diesen Umständen neigen Risikokapitalgeber dazu, entweder Deals zu verschieben oder ihr Investitionsvolumen zu reduzieren, was sich direkt auf das Gesamtfinanzierungsniveau in der Branche auswirkt, so die Experten von CryptoRank.
Experten der Kryptobörse CEX.IO berichteten zuvor auf Grundlage einer Umfrage, dass fast 36 % der Krypto-Händler aufgrund des Kursverfalls digitaler Vermögenswerte ihre täglichen Ausgaben reduziert haben. Jeder zehnte Anleger gab an, gezwungen gewesen zu sein, seine Krypto-Positionen zu verringern.
