Für Stablecoins wurde ein neuer Name vorgeschlagen.
Der Begriff „Stablecoins“ ist überholt, erklärten Analysten der Risikokapitalgesellschaft Andreessen Horowitz (a16z). Sie schlugen alternative Bezeichnungen vor: „On-Chain-Assets“ oder „digitale Dollar“.
Anlageexperten gehen davon aus, dass sich die Wahrnehmung von Stablecoins gewandelt hat: Wechselkursstabilität an sich ist nicht mehr das entscheidende Merkmal. Die Technologie hat sich über ihren ursprünglichen Anwendungsbereich hinaus entwickelt, und solche Assets haben einen wichtigen Platz in der globalen Zahlungsinfrastruktur eingenommen. Stabilität ist zu einer Grundvoraussetzung geworden – ein notwendiges Merkmal, aber kein Wettbewerbsvorteil mehr.
Moderne, an nationale Währungen gekoppelte Token ermöglichen grenzüberschreitende Überweisungen in Sekundenschnelle, lassen sich problemlos in Benutzeranwendungen integrieren und funktionieren auf programmierbaren Blockchain-Netzwerken, so die Experten von Andreessen Horowitz. Große Unternehmen nutzen zunehmend an den US-Dollar gekoppelte Token für Zahlungen, und Unternehmen betrachten sie nicht mehr nur als Handelsinstrument an Kryptowährungsbörsen.
Begriffe wie „digitale Dollar“, „digitale Euro“ und „On-Chain-Assets“ beschreiben das Wesen solcher Assets genauer, und die Menschen verstehen sofort, worüber gesprochen wird, wenn solche Begriffe verwendet werden, glauben Venture-Analysten.
Laut Experten von a16z liegen die tiefgreifenden Veränderungen im Wesen des modernen Geldes: Es funktioniert heute wie Software. Kapital ist leicht programmierbar und direkt in Konsumdienstleistungen integriert.
Zuvor hatte Sam Lyman, Forschungsleiter des Bitcoin Policy Institute, erklärt, dass Bitcoin und auf Dollar lautende Stablecoins symbiotisch seien und sich angesichts der zunehmenden Akzeptanz von Krypto-Assets gegenseitig verstärkten.
