Dem CEO der Kreditplattform Delio droht eine 20-jährige Haftstrafe.

Гендиректора кредитной платформы Delio собрались посадить на 20 лет

Die südkoreanische Staatsanwaltschaft hat das Bezirksgericht Seoul-Süd aufgefordert, den CEO von Delio, Jeong Sang-ho, wegen massiven Diebstahls von Kryptowährung von Kunden und Veruntreuung zu 20 Jahren Gefängnis zu verurteilen.

Laut Staatsanwaltschaft veruntreute der Gründer von Delio Kryptowährungen im Wert von 250 Milliarden Won (ca. 168,8 Millionen US-Dollar), die 2.800 Nutzern gehörten. Von August 2021 bis Juni 2023 bot die Plattform ihren Kunden bis zu 10,7 % Jahreszinsen auf Einlagen in Bitcoin, Ethereum und USDT-Stablecoins. Im Juni 2023 stellte der Dienst jedoch die Auszahlungen ein. Das Management von Delio begründete dies mit der Volatilität des Kryptomarktes und versicherte, alles Mögliche zu tun, um die Vermögenswerte der Kunden zu schützen.

Die Staatsanwaltschaft beharrt darauf, dass Jeon Sang-ho Anleger durch irreführende Werbung betrogen hat. Der Geschäftsmann habe Menschen dazu animiert, Gelder auf die Plattform einzuzahlen, während er gleichzeitig die sich verschlechternde Finanzlage des Unternehmens vor seinen Kunden verheimlichte, so die Anklage. Ihm wird außerdem vorgeworfen, während der Ermittlungen keine Verantwortung übernommen zu haben, was die Verluste der geschädigten Anleger noch verschlimmert habe.

Das Verteidigerteam des Delio-Gründers versprach, dass er im Falle eines Freispruchs seine ehemaligen Mandanten entschädigen werde. Das Gericht wird voraussichtlich am 16. Juli ein Urteil fällen.

Im Jahr 2024 verhaftete die Polizei einen wichtigen Mitarbeiter von Delio, der unter dem Spitznamen „Bang“ bekannt war. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm vor, die Mehrheitsbeteiligung an B&S Holdings gehalten zu haben, einem Unternehmen, das möglicherweise die Kryptofirma Haru Invest dazu veranlasste, ihre Dienstleistungen für Kunden einzustellen. Haru Invest hatte zuvor Verluste in Höhe von 350 Milliarden Won (ca. 236 Millionen US-Dollar) aufgrund des Zusammenbruchs der Kryptobörse FTX gemeldet, der im Herbst 2022 eine Kettenreaktion von Insolvenzen unter Kryptokreditgebern auslöste.

Im Jahr 2025 sprach das Bezirksgericht Seoul-Süd den CEO von Haru Invest, Lee Hyung-soo, vom Vorwurf der Veruntreuung und des Betrugs in Höhe von 650 Millionen US-Dollar frei. Das Gericht befand, dass das Unternehmen seine Geschäfte in gutem Glauben geführt hatte.

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