Analysten prognostizieren einen Anstieg des Bitcoin-Kurses auf 95.000 US-Dollar.

Die Kurse der ersten Kryptowährung überschritten erstmals seit Ende Januar die Marke von 80.000 US-Dollar. Auf der Börse Bitstamp erreichte der Kurs ein lokales Hoch von 80.617 US-Dollar.

Stundenchart von Binance BTC/USDT. Quelle: TradingView.
Michael van de Poppe, Gründer von MN Trading, glaubt, dass nach einem Anstieg des Bitcoin-Kurses über 79.000 US-Dollar der Weg zu 86.000 bis 88.000 US-Dollar frei ist.
#Bitcoin scheint vor einem Aufwärtstrend zu stehen.
Es wird sehr interessant sein zu sehen, wie die Märkte nach der US-Eröffnung reagieren, angesichts der positiven Mittelzuflüsse in ETFs am vergangenen Freitag.
Ein Ausbruch über 79.000 US-Dollar eröffnet die Möglichkeit eines Anstiegs auf 86.000–88.000 US-Dollar in naher Zukunft. pic.twitter.com/Hu5fMiWJB4
– Micha l van de Poppe (@CryptoMichNL) 4. Mai 2026
Laut seinen Angaben hat die Korrektur auf 60.000 US-Dollar im Februar die On-Chain-Indikatoren „zurückgesetzt“. Dadurch kann der Kurs des Vermögenswerts auf 92.000 bis 95.000 US-Dollar steigen, ohne den Abwärtstrend zu brechen oder gar einen neuen Wachstumszyklus einzuleiten.
Der positive Trend wird durch Mittelzuflüsse in US-amerikanische Bitcoin-Spot-ETFs gestützt. Am 1. Mai beliefen sich die Nettozuflüsse in diese Instrumente auf 630 Millionen US-Dollar.
Die Meinungen der Händler über die weitere Kursentwicklung gingen auseinander:
- Einige Marktteilnehmer sehen in dem Chart eine „Bärenflagge“. Wenn der Kurs nicht über 80.000 US-Dollar bleibt, ist ein Rückgang auf neue Tiefststände möglich;
- Andere sind zuversichtlich, dass die Flaggenstruktur zerbrochen ist, und aktuelle Indikatoren deuten auf die Bildung einer Basis für eine neue Wachstumswelle hin.
Im Zuge der Preiserholung stieg die On-Chain-MVRV-Kennzahl auf 1,45, den höchsten Wert seit Jahresbeginn, was auf eine steigende Rentabilität der Anleger und eine Rückkehr zur Marktdynamik hindeutet.
Das makroökonomische Umfeld bleibt uneinheitlich. Die US-Notenbank ist hinsichtlich ihrer künftigen Geldpolitik gespalten, und die Märkte preisen aufgrund der anhaltenden Inflation keine Zinssenkung mehr für dieses Jahr ein. Gleichzeitig erreichte der S&P 500-Aktienindex dank starker Unternehmensberichte ein neues Allzeithoch.
Ein weiterer Faktor, der risikoreiche Anlagen stützen könnte, ist die Lage am Ölmarkt. Analysten erwarten einen Rückgang der Brent-Preise, da militärische Risiken bereits im Preis eingepreist sind und das Angebot die Nachfrage zu übersteigen beginnt.
Bitcoin bei 250.000 US-Dollar
Der Technologieanalyst Peter Brandt erwartet, dass der Preis der ersten Kryptowährung bis Ende 2029 auf 250.000 US-Dollar steigen wird. Seiner Prognose zufolge wird dieser Rallye eine lange Phase der Stagnation vorausgehen.
Brandt glaubt, dass der Markt erst im September oder Oktober 2026 seinen Tiefpunkt erreichen wird. Der Händler geht von einem Rückgang der Kurse auf 40.000 bis 50.000 US-Dollar aus, woraufhin eine Phase aktiven Wachstums beginnen wird.
Die Prognose basiert auf vierjährigen Halbierungszyklen. Historisch gesehen erreichte Bitcoin seinen Höchststand 16–18 Monate nach einer Reduzierung der Miner-Belohnung, gefolgt von einem einjährigen Bärenmarkt.
Setzt sich dieser Trend fort, beginnt nach April 2028 ein neuer Aufwärtstrend. Dadurch kann der Vermögenswert bis Ende 2029 das Zielniveau von 250.000 US-Dollar erreichen.
Die institutionelle Nachfrage hat das Bitcoin-Angebot überstiegen.
Charles Edwards, Gründer des Investmentfonds Capriole, verzeichnet eine ungewöhnlich hohe Nachfrage nach Bitcoin seitens großer Marktteilnehmer. Seinen Angaben zufolge kaufen institutionelle Anleger täglich mehr als 500 % des Emissionsvolumens der ersten Kryptowährung auf.
Institutionelle Anleger kaufen über 500 % des täglichen Bitcoin-Minings auf. Jedes Mal, wenn dieser Wert zuvor so hoch war, ist der Preis in der darauffolgenden Woche rasant gestiegen. Die durchschnittliche Rendite lag in früheren Fällen bei +24 % im nächsten Monat – das würde uns auf rund 96.000 US-Dollar bringen. pic.twitter.com/VLynr1xhv8
— Charles Edwards (@caprioleio) 4. Mai 2026
Edwards merkte an, dass solche Angebotsengpässe in der Vergangenheit zu einem rasanten Marktwachstum geführt hätten. In früheren Zyklen habe der Preis des Vermögenswerts innerhalb einer Woche nach Erreichen solcher Niveaus zu steigen begonnen.
Die durchschnittliche monatliche Rendite von Bitcoin in vergleichbaren Situationen betrug 24 %. Sollte sich diese Entwicklung wiederholen, wird der Kurs des Vermögenswerts auf 96.000 US-Dollar steigen.
Zur Erinnerung: Die Experten von CryptoQuant stuften das Bitcoin-Wachstum im April als spekulativ ein. Im gleichen Zeitraum stieg der Preis für digitales Gold um fast 12 %.
