Eine Initiative zur Verpflichtung der Schweizerischen Nationalbank, Bitcoin zu halten, wurde verschoben!

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In der Schweiz ist eine Bitcoin-Initiative gescheitert, die die Aufnahme von Bitcoin in die Zentralbankreserven des Landes vorschreiben sollte. Laut Reuters wird die Kampagne eingestellt, da die erforderliche Anzahl an Unterschriften für ein Referendum nicht erreicht wurde.

Im Rahmen der sogenannten „Bitcoin-Initiative“ versuchten Aktivisten, die Schweizerische Verfassung so zu ändern, dass die Schweizerische Nationalbank (SNB) neben ihren Gold- und Devisenreserven auch Bitcoin halten müsse. Laut Schweizer Recht waren 100.000 Unterschriften erforderlich, um das Referendum einzuleiten. Allerdings waren wenige Wochen vor Ablauf der Frist nur etwa die Hälfte der benötigten Unterschriften gesammelt worden.

„Von Anfang an war uns klar, dass dies eine anspruchsvolle Aufgabe ist. Wir lassen die Initiative nun erst einmal ihren Lauf nehmen“, sagte Yves Bennaim, der Gründer der Initiative, gegenüber Reuters. Bennaim betonte jedoch, dass die Kampagne das Bewusstsein geschärft habe, was für das Erreichen der langfristigen Ziele entscheidend sei.

Die Schweizerische Nationalbank (SNB) hatte zuvor erklärt, Bitcoin nicht als Reservewährung in Betracht zu ziehen. Aufgrund der hohen Volatilität und unzureichenden Marktliquidität von Kryptowährungen kam die Bank zu dem Schluss, dass „Kryptowährungen die Reservekriterien der SNB nicht erfüllen“. Laut SNB sollten Reservewährungen je nach Bedarf leicht aufgestockt oder reduziert werden können und ihren Wert behalten.

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Während mehrere Zentralbanken weltweit die Möglichkeit prüfen, digitale Vermögenswerte in ihre Währungsreserven aufzunehmen, stoßen unterschiedliche Ansätze auf Interesse. Die tschechische Zentralbank erwarb im vergangenen Jahr Berichten zufolge Kryptowährungen und Blockchain-basierte Vermögenswerte im Wert von rund einer Million US-Dollar, um mit den Märkten für digitale Vermögenswerte zu experimentieren. Die Europäische Zentralbank hingegen verfolgt einen vorsichtigeren Ansatz und argumentiert, dass die Reserven „liquide, sicher und geschützt“ sein müssen.

Der jüngste Kursverfall von Bitcoin hat die Debatte neu entfacht. Laut von Reuters veröffentlichten Daten hat Bitcoin seit Anfang 2026 rund 7,5 % seines Wertes verloren. Im vergangenen Jahr betrug der Rückgang 6,4 %. Trotzdem behauptet Bennaim, Bitcoin habe keine Liquiditätsprobleme und verweist auf ein tägliches Handelsvolumen in Milliardenhöhe.

Bitcoin-Befürworter glauben, dass die digitale Währung die Reserven der Schweizerischen Nationalbank diversifizieren und deren Anteil an Dollar und Euro reduzieren könnte. Zwar wird darauf hingewiesen, dass etwa drei Viertel der Devisenreserven der SNB in Dollar- und Euro-Beständen gehalten werden, doch Bennaim erklärte: „Bitcoin ist eine Alternative zu Dollar und Euro, ein international neutraler Vermögenswert, genau wie die Schweiz.“

Dies ist keine Anlageberatung.

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