
Die Veröffentlichung der öffentlichen Schlüssel macht ältere Adressen (P2PK) zu leichten Zielen für Quantenangriffe. Im Bitcoin-Netzwerk umfassen diese Adressen laut einem Bericht des Quantum Advisory Board von Coinbase zur Migration digitaler Vermögenswerte etwa 1,7 Millionen BTC, darunter auch die Vermögenswerte von Satoshi Nakamoto.
Insgesamt könnten bis zu 7 Millionen BTC gefährdet sein. Experten haben drei Szenarien zur Lösung des Problems identifiziert:
- Vermögensvernichtung . Festlegung einer Frist für die Überweisung von Geldern auf sichere Adressen. Danach wird der Zugriff auf alte Wallets gesperrt.
- Wahrung der Rechte. Weigerung, in den Betrieb des Netzwerks einzugreifen. Dies schützt zwar die Eigentumsrechte, birgt aber ein Risiko für die Marktstabilität.
- Zwischenlösungen: Begrenzung der Abhebungsgeschwindigkeit von alten Adressen oder Verwendung spezieller Eigentumsnachweise.
Als Kompromiss schlug der Rat mehrere Mechanismen vor:
- Hourglass: Begrenzung der Abhebungen von alten Adressen in einem einzelnen Block. Dies soll einen Markteinbruch verhindern;
- BIP-361: Verwendung von Zero-Disclosure-Beweisen zum Nachweis des Besitzes alter Schlüssel, ohne diese offenzulegen;
- PACTs: Schaffung sicherer Verpflichtungen zur Überweisung von Geldern, bevor die Bedrohung durch Quantenquanten entsteht.
Der Rat stellte fest, dass der technische Teil des Übergangs zur Post-Quanten-Kryptographie klar sei. Die Schwierigkeiten lägen im Bereich der Governance und der Konsensfindung innerhalb der wissenschaftlichen Gemeinschaft.
Die Autoren des Berichts empfahlen den Entwicklern, bereits jetzt mit der Ausarbeitung von Migrationsprotokollen zu beginnen, obwohl Quantencomputer noch keine wirkliche Bedrohung darstellen.
Zur Erinnerung: Im Dezember 2025 erklärte der Analyst Willy Wu, dass Bitcoin-Veteranen im Falle eines Quantenangriffs die Coins von Satoshi Nakamoto aufkaufen würden.
