
Matt Hougan, Chief Investment Officer von Bitwise, hat die unter Kryptowährungskritikern verbreitete Ansicht zurückgewiesen, dass Pensionsfonds aufgrund der hohen Volatilität nicht in Bitcoin investieren sollten.
In einem Interview mit Investopedia Express Live erklärte Hougan, dass einige Aktien traditioneller Unternehmen sogar noch stärkeren Kursschwankungen unterliegen, weshalb ein Verbot von Bitcoin in Pensionsplänen absurd sei. Beispielsweise fielen die Aktien des amerikanischen Technologiekonzerns Nvidia im April 2025 auf ein Jahrestief von 94,31 US-Dollar, stiegen aber bis Oktober um 120 % und erreichten über 207 US-Dollar.
„Bitcoin ist nur ein weiterer Vermögenswert. Unterliegt er Kursschwankungen? Absolut. Ist er riskant? Natürlich. Aber im vergangenen Jahr war er weniger volatil als die Nvidia-Aktie, und dennoch ist es Pensionsfonds irgendwie nicht verboten, Nvidia-Aktien zu kaufen“, sagte Hougan.
Im vergangenen August unterzeichnete US-Präsident Donald Trump eine Exekutivanordnung, die das Arbeitsministerium verpflichtete, die Beschränkungen für die Einbeziehung alternativer Vermögenswerte in Pensionspläne zu überprüfen. Dies ebnete den Weg für die Aufnahme von Kryptowährungen in 401(k)-Altersvorsorgepläne – betriebliche Altersvorsorgekonten.
Hougans Äußerungen fielen mit der Forderung der demokratischen Senatorin Elizabeth Warren aus Massachusetts an die US-Börsenaufsichtsbehörde (SEC) zusammen, zu erläutern, wie sie die Risiken von Pensionsfonds-Investitionen in Kryptowährungen minimieren will. Warren argumentierte, dass ein 401(k)-Plan für die meisten Amerikaner ein Sicherheitsnetz und kein sicherer Hafen vor finanziellen Risiken sei. Sollten Kryptowährungen in US-Pensionskonten Einzug halten, befürchtet die Senatorin, würden Arbeitnehmer und ihre Familien erhebliche Verluste erleiden.
Warren forderte von SEC-Chef Paul Atkins eine Antwort darauf, ob seine Behörde die Volatilität von Kryptoassets und mögliche Marktmanipulationen berücksichtigt und ob die Aufsichtsbehörde die Ergebnisse ihrer Untersuchungen veröffentlichen wird, um Anleger zu sensibilisieren. Warren verlangte eine Antwort bis zum 27. Januar.
Matt Hougan äußerte sich kürzlich dahingehend, dass Bitcoin Anlegern in den nächsten zehn Jahren stabile Renditen bieten könnte. Er glaubt, dass Bitcoin trotz der Schwankungen am Kryptomarkt eine relativ geringe Volatilität beibehalten wird.
