
Der Bitcoin- Markt ist derzeit stark überverkauft. Der Fear & Greed Index ist auf 23,3 gefallen und befindet sich damit im äußersten Warnbereich. Diese Werte deuten auf eine geringe Beteiligung von Privatanlegern und überwiegend negative Erwartungen hin. Experten zufolge mehren sich die Warnungen vor einem Bärenmarkt. Historisch gesehen führten solche Bedingungen sowohl zu lokalen Tiefständen als auch zu Phasen starker Volatilität.
Die aktuelle Position des Index unterhalb der 25%-Marke unterstreicht die Schwäche der Marktstimmung. In der Vergangenheit gingen solche Bereiche häufig mit Bodenbildungen oder frühen Erholungsphasen einher. Derzeit gibt es jedoch keine eindeutigen Anzeichen für eine Trendwende. Der Kurs steht weiterhin unter Druck, und die Dynamik ist begrenzt. Dies erhöht die Wahrscheinlichkeit einer längeren Konsolidierungsphase.
Das wichtigste technische Signal zur Beurteilung einer Stimmungsänderung bleibt das Überschneiden der 30-Tage- und 90-Tage-Durchschnittslinien. Eine Konsolidierung der 30-Tage-Linie oberhalb der 90-Tage-Linie könnte auf eine Erholung der Marktdynamik hindeuten. In diesem Fall könnte der Bitcoin- Kurs wieder auf das Niveau der Einstandskurse kurzfristiger Anleger fallen. Bis dieses Signal auftritt, bleibt der Markt anfällig für starke Kursbewegungen. Auch das Risiko von Fehlausbrüchen steigt in der Nähe der 90-Tage-Linie.
Ein weiterer Unsicherheitsfaktor ist der Anstieg des sogenannten ruhenden BTC- Angebots. On-Chain-Daten zeigen einen deutlichen Anstieg der Bewegungen von Coins, die zwischen 18 Monaten und 2 Jahren alt sind. Diese Kategorie wird von mittelfristig orientierten Anlegern, nicht von Spekulanten, gehalten. Solche Aktivitäten deuten oft auf eine Änderung der Anlagestrategie hin. In einigen Fällen handelt es sich dabei um Gewinnmitnahmen oder defensive Portfolio-Umstrukturierungen. Langfristig bleibt BTC vorsichtig positiv. Kurzfristig kann der Markt jedoch volatil und fragmentiert bleiben.
