Die Korrelation von Bitcoin mit Gold ist auf null gesunken.

Die 52-Wochen-Korrelation zwischen Bitcoin und Gold ist zum ersten Mal seit Mitte 2022 auf Null gefallen. Laut Cointelegraph-Analyst Yashua Gola könnte der Indikator bis Ende Januar in den negativen Bereich rutschen.

Historisch gesehen ging der Kursanstieg der ersten Kryptowährung der Entkopplung dieser Vermögenswerte voraus. In vier solchen Fällen stieg der Bitcoin-Kurs innerhalb von zwei Monaten nach dem Signal um durchschnittlich 56 %.

Quelle: Cointelegraph/TradingView.

Die einzige Ausnahme bildete der Mai 2021: Damals fielen die Kurse um 26 % vor dem Hintergrund eines Mining-Verbots in China und Teslas Weigerung, digitale Vermögenswerte anzunehmen.

Die aktuellen makroökonomischen Bedingungen begünstigen das Wachstum. Die globale Liquidität (M2) steigt, und die US-Notenbank Federal Reserve fährt ihre Politik der quantitativen Lockerung zurück.

Quelle: BGeometrics.

Matt Hogan, Forschungsleiter bei Bitwise, erklärte:

„Bitcoin-Bullenmärkte fallen mit Phasen erhöhter globaler Liquidität zusammen. Ein neuer Zyklus geldpolitischer Lockerung wird bis 2026 als Preistreiber wirken.“

Gold legte 2025 um 65 % zu, während die führende Kryptowährung eine schwache Entwicklung zeigte. Hogan ist jedoch überzeugt, dass sie 2026 ihre Führungsposition zurückerobern wird.

Er fügte hinzu, dass die geringe langfristige Korrelation der Vermögenswerte es Bitcoin ermöglicht, die Portfoliorendite ohne die Risiken der „Goldhebelwirkung“ zu steigern.

Analyst Tour Demeester bestätigte, dass die Beschleunigung des „Gelddruckens“ weiterhin der Haupttreiber des Marktes sei.

Ein Händler, der unter dem Pseudonym Midas auftritt, wies auf die Ähnlichkeit des aktuellen Charts mit dem Zyklus von 2020–2021 hin. Der Kurs verlässt nun die Akkumulationsphase, wie bereits vor dem parabolischen Anstieg auf 70.000 US-Dollar.

Seiner Meinung nach wird eine Wiederholung dieses Szenarios und die Realisierung des Wachstumspotenzials von 56 % Bitcoin in den Bereich von 150.000 US-Dollar treiben.

Markt-Neustart

Das offene Interesse (OI) an Bitcoin-Futures auf Binance ist seit Anfang Oktober um mehr als 31 % gesunken. Ein Analyst von CryptoQuant, der unter dem Spitznamen Darkfost bekannt ist, bezeichnete dies als Zeichen einer Markterholung und einer reduzierten Hebelwirkung.

Am 6. Oktober erreichte der Indikator mit über 15 Milliarden US-Dollar einen neuen historischen Höchststand. Zum Vergleich: Auf dem Höhepunkt der Aufwärtsphase im November 2021 betrug das Volumen offener Positionen lediglich 5,7 Milliarden US-Dollar. Bis 2025 hat sich das Interesse der Händler an Derivaten nahezu verdreifacht.

Nach dem Rekordhoch folgte eine Korrektur auf die 10-Milliarden-Dollar-Marke, unterhalb des gleitenden 180-Tage-Durchschnitts. Der Kursverfall ging mit einer Liquidationswelle einher.

Laut dem Analysten wird die aktuelle Phase des Schuldenabbaus den Markt „sanieren“:

„Historisch gesehen signalisierten solche Perioden oft die Bildung eines Tiefpunkts, wodurch der Markt effektiv ‚zurückgesetzt‘ und die Grundlage für eine zukünftige Erholung geschaffen wurde.“

Darkfost warnte davor, dass ein Aufwärtstrend nicht garantiert sei. Sollte der Bitcoin-Kurs weiter fallen, würde das offene Interesse noch weiter sinken. Dies könnte eine tiefere Korrektur und den endgültigen Übergang in eine Abwärtsphase signalisieren.

Zur Erinnerung: Analysten hatten vorhergesagt, dass digitales Gold bis Ende Januar die psychologisch wichtige Marke von 100.000 US-Dollar überschreiten könnte.

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