
Die Algorand Foundation verlegt ihren Hauptsitz im Rahmen einer umfassenden Umstrukturierung von Singapur nach Delaware, USA. Die Organisation hat zudem einen neuen Vorstand ernannt. Die Stiftung begründet die Entscheidung mit einer stärkeren Fokussierung auf ihre Arbeit in den USA, insbesondere auf die Entwicklung von Zahlungsinfrastruktur, Asset-Tokenisierung und anderen Blockchain-Dienstleistungen.
Unter der Regierung von US-Präsident Donald Trump hat sich die Kryptowährungspolitik deutlich verändert: Von der strengen Durchsetzung der Vorschriften in den Vorjahren verfolgen die Behörden nun einen branchenorientierten Ansatz. Ziel dieser neuen Politik ist es, Innovationen im Blockchain-Bereich und das Marktwachstum anzukurbeln.
Die ersten Schritte der Regierung, darunter die Anordnung zur Entwicklung bundesweiter Vorschriften für digitale Vermögenswerte, deuten auf eine Abkehr von aggressiver Strafverfolgung und unklarer Aufsicht hin. Stattdessen legen die Behörden Wert auf regulatorische Klarheit und den Dialog mit den Gesetzgebern.
„Mit der Rückkehr in die USA trägt Algorand dazu bei, die Führungsrolle des Landes beim Aufbau der nächsten Generation finanzieller Infrastruktur zu sichern“, sagte Stacey Warden, CEO von Algorand.
Die Rückkehr in die USA und die Ernennung eines neuen Verwaltungsrats sollen die Strategie von Algorand verdeutlichen, nicht verändern.
Der neue Rat setzt sich aus ehemaligen Regierungsbeamten sowie langjährigen Akteuren und Technologieexperten der Kryptoindustrie zusammen. Ihr Ziel ist es, klare Prioritäten in den Bereichen finanzielle Inklusion und Infrastrukturentwicklung zu unterstützen.
Der Rat setzt sich wie folgt zusammen:
- Bill Barheidt, Gründer und CEO von Abra (Vorsitzender);
- Alex Holmes, ehemaliger CEO von MoneyGram;
- Michael Mosier, ehemaliger kommissarischer Direktor von FinCEN;
- Rebecca Rettig, Chief Legal Officer, Jito Labs;
- Stacey Worden, CEO der Algorand Foundation.
Der Vorstand wird die Expansion der Geschäftstätigkeit in den USA sowie Initiativen in den Bereichen globaler Zahlungsverkehr, Tokenisierung von Vermögenswerten und finanzielle Inklusion überwachen.
Die Algorand-Blockchain wird bereits in Projekten mit Fokus auf praktische Anwendungen im Finanzwesen eingesetzt, darunter Immobilien-Tokenisierung, grenzüberschreitende Zahlungen und Blockchain-Kreditvergabe. Der US-amerikanische Standort dürfte weiteres Wachstum in diesen Bereichen unterstützen.
Die Stiftung plant außerdem die Einrichtung eines Ökosystem-Beirats. Dessen Ziel ist es, Entwicklern, Projekten und wichtigen Netzwerkteilnehmern eine offizielle Rolle bei der Strategiegestaltung zu geben.
Algorand (ALGO) ist eine öffentliche Blockchain der ersten Ebene, die speziell für Finanzanwendungen (Zahlungen, Ausgabe von Vermögenswerten und Identifizierung) entwickelt wurde. Sie wird von Entwicklern von Finanzinstrumenten für Privatkunden und institutionelle Anleger genutzt. Das Netzwerk basiert auf akademischer Forschung am Massachusetts Institute of Technology (MIT).
