
Auf dem Kryptowährungsmarkt gelten Gewinnmitnahmen als Hauptgrund für den aktuellen Verkaufsdruck auf Bitcoin. Analysten gehen davon aus, dass sich der Druck von Anlegern, die Verluste erlitten haben, verstärken könnte, sollten die Preise weiter steigen.
In seiner jüngsten Analyse untersuchte Axel Adler, Analyst bei CryptoQuant, die Gewinn- und Verlustdaten von Bitcoin-Kurzzeitinvestoren, die an Börsen transferiert wurden. Laut seiner Grafik wurden in den letzten 24 Stunden rund 35.400 BTC aus profitablen Positionen an zentralisierte Börsen (CEXs) transferiert. Dies ist der höchste Wert seit fast zwei Monaten. Gleichzeitig war der Abfluss von Bitcoin aus Verlustpositionen mit nur etwa 4.600 BTC recht gering. Das Gewinn-Verlust-Verhältnis lag somit bei etwa 7,5:1. Die Daten zeigen, dass Gewinnmitnahmen und nicht Panikverkäufe den Markt deutlich dominieren.
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Axel Adler erklärte, dieses Muster sei im Hinblick auf die Marktdynamik plausibel. Laut dem Analysten realisieren Anleger, die Aktien im Bereich von 85.000 bis 92.000 US-Dollar erworben haben, Gewinne, sobald sich der Kurs ihrem ursprünglichen Kaufpreis annähert. Dies zeige, dass der Verkaufsdruck am Markt nicht auf panikartige Verkäufe von Verlustpositionen zurückzuführen sei, sondern auf kontrollierte Gewinnmitnahmen bei Gewinnpositionen.
Die Analyse ergab zudem, dass sich das bärische Szenario nur verschärfen könnte, wenn sich das Gewinn-Verlust-Verhältnis umkehrt, also verlustbedingte Verkäufe überwiegen. Adler betonte jedoch, dass eine solche Umkehr zum jetzigen Zeitpunkt nicht garantiert sei.
Der Analyst stellte fest, dass die Charts insgesamt ein einheitliches Bild zeichnen, und erklärte, dass sich die Gewinnmitnahmen in dieser Region beschleunigt hätten, in der die Bitcoin-Verluste minimiert wurden und dass die Preise einem hohen Angebotsdruck aus profitablen Positionen ausgesetzt waren, da sie die Kurszielbereiche testeten.
*Dies ist keine Anlageberatung.
