
On-Chain-Daten deuten darauf hin, dass der Hauptverkaufsdruck von Bitcoin-Kurzzeitinvestoren bereits eingesetzt hat. Experten stellten fest, dass dieser vom Markt erfolgreich absorbiert wurde. Der SOPR-Wert für Kurzzeitinvestoren liegt seit mehreren Wochen unter 1, was darauf hindeutet, dass Käufer Verluste realisieren.
Experten zufolge wird ein solches Verhalten traditionell nicht als Zeichen von Marktstärke, sondern als Stress und Notverkäufe in Zeiten der Unsicherheit interpretiert. Verschärft wurde die Situation durch den Rückgang des Indikators auf 0,95, was historisch gesehen mit der Kapitulationsphase zusammenfällt, in der schwache Marktteilnehmer ihre Positionen vollständig auflösen.
Anschließend zeigte der Markt eine charakteristische Reaktion. Der SOPR-Wert stieg wieder über 1 und stabilisierte sich darüber. Laut Forschern deutet dies darauf hin, dass der Druck der kurzfristigen Verkäufer weitgehend nachgelassen hatte und das verbleibende Angebot erfolgreich von den Käufern aufgenommen wurde. Unter solchen Bedingungen setzt das Preiswachstum typischerweise nicht inmitten eines allgemeinen Optimismus wieder ein, sondern genau dann, wenn die Verkäufer ihren Druck auf den Markt verloren haben.
Solange der SOPR-Wert über 1 liegt, werden Korrekturen eher als Kaufgelegenheiten denn als Signal für weitere Verkäufe gesehen.
Der Markt bleibt anfällig für makroökonomische und politische Faktoren. Donald Trumps Äußerungen über eine mögliche Ausweitung der Zölle schaffen zusätzliche Unsicherheit, was sich kurzfristig negativ auf die Risikobereitschaft auswirken könnte. Um eine nachhaltige Aufwärtsdynamik zu erzielen, spricht die aktuelle Faktorenkonstellation eher für ein Szenario mit anschließender Konsolidierung, Absorption und Fortsetzung als für eine Distributionsphase.
