
Die Anzahl der Transaktionen im Ethereum-Netzwerk erreichte einen Rekordwert mit einem wöchentlichen Durchschnitt von 2,43 Millionen. Dies entspricht fast dem Doppelten des Vorjahreswertes. Gleichzeitig sank die durchschnittliche Transaktionsgebühr auf den niedrigsten Stand in der Geschichte des Netzwerks.
Über 36 Millionen ETH sind in Staking-Verträgen gesperrt – das entspricht etwa 30 % des gesamten im Umlauf befindlichen Ethers. Die Warteliste für den Einstieg ins Staking hat mit 2,5 Millionen ETH den höchsten Stand seit August 2023 erreicht. Gleichzeitig ist die Warteliste für den Ausstieg aus dem Staking auf nahezu null geschrumpft. Seit Mitte Dezember ist ein deutlicher Anstieg der Aktivität auf Ethereum zu beobachten.
Unterdessen sanken die durchschnittlichen Transaktionskosten laut The Block auf 0,15 US-Dollar. Etherscan meldet sogar noch niedrigere Werte: Am Sonntag betrug die durchschnittliche Swap-Gebühr nur 0,04 US-Dollar.
Die Netzwerkaktivität stieg sieben Wochen nach dem Fusaka-Hardfork. Dieses Update führte PeerDAS (Peer Data Availability Sampling) ein, wodurch die Netzwerküberlastung reduziert wird. Ende November wurde zudem das Gaslimit für Mainnet-Blöcke von 45 Millionen auf 60 Millionen erhöht – eine Verdopplung gegenüber dem Niveau Anfang 2025. Da die Transaktionsverarbeitung in das Second-Layer-Netzwerk verlagert wurde, sank die Nachfrage nach Mainnet-Blockspeicher trotz des insgesamt gestiegenen Aktivitätsniveaus.
Der Anstieg der Transaktionen wird auch der Beliebtheit von an den US-Dollar gekoppelten Token zugeschrieben. Laut Standard Chartered machen Stablecoin-Transfers mittlerweile 35–40 % aller Ethereum-Transaktionen aus.
Ethereum-Mitbegründer Vitalik Buterin appellierte zuvor an die Entwickler, das Netzwerk von „Müll“ – also alten Codezeilen – zu befreien. Er beschrieb die gefährliche Situation, in der das Netzwerk zwar neue Funktionen anhäuft, aber praktisch nichts aus dem bestehenden Code entfernt wird.
