
Laut Matthew Osborne von Ripple bewegen sich Stablecoins vom Randbereich der Kryptowelt hin zum regulierten Finanzwesen, da klarere Vorschriften die institutionelle Akzeptanz fördern, grenzüberschreitende Zahlungen transformieren und tokenisiertes Geld als langfristige Ergänzung zum traditionellen Geld positionieren.
Ripple geht davon aus, dass Stablecoins in das Finanzsystem Einzug halten werden, sobald die Regulierung den Weg frei macht.
Die globale Debatte um digitales Geld verändert sich mit dem Aufstieg von Stablecoins. Matthew Osborne, Ripples UK- und Europa-Politikdirektor, teilte seine Analyse in einem Kommentar mit, der am 19. Januar 2026 vom Official Monetary and Financial Institutions Forum (OMFIF) veröffentlicht wurde. Er argumentiert, dass Stablecoins Einzug in das Finanzsystem halten.
Osborne erklärte:
„Stablecoins sind kein Nischenexperiment mehr. Sie haben derzeit einen Marktwert von über 300 Milliarden Dollar, und ihr jährliches Transaktionsvolumen übertrifft das von Visa und Mastercard zusammen.“
Der Kommentar identifiziert die Regulierung als Wendepunkt, der es diesem Wachstum ermöglicht, sich in den Mainstream-Finanzsektor zu integrieren, anstatt am Rande zu verharren. Ripples CEO erklärte, dass Stablecoins „das bestehende Finanzsystem ergänzen und nicht ersetzen werden“ und betonte: „Dies ist eine Evolution, keine Revolution.“ Er wies zudem auf einen Wandel im offiziellen Ansatz hin und räumte ein, dass „das Finanzökosystem der Zukunft mehrere Geldformen umfassen wird.“ In diesem Rahmen funktionieren Stablecoins neben Zentralbankgeld und Geschäftsbankeinlagen, jeweils optimiert für unterschiedliche Transaktionsanforderungen, Abwicklungsumgebungen und technologische Möglichkeiten, insbesondere in grenzüberschreitenden und On-Chain-Märkten.
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Mit Blick auf die Finanzstabilität erklärte Osborne, die Befürchtungen einer massenhaften Disintermediation seien übertrieben, und zog Parallelen zu etablierten Instrumenten wie Geldmarktfonds und elektronischem Geld. Er fügte hinzu, die Chance liege in der Zusammenarbeit, nicht im Widerstand, und schrieb:
„Die Lösung besteht darin, dass die Zentralbanken die Dynamik der Stablecoins kanalisieren, anstatt sie zu bekämpfen.“
Osborne argumentierte weiter, dass eine Ausweitung der Zentralbankmechanismen das volle Potenzial von Stablecoins freisetzen könnte, und schlussfolgerte: „Mit den richtigen Schutzmaßnahmen könnten sie das Finanzsystem stärken, anstatt es zu schwächen.“ Die Analyse betrachtet die Regulierung als Katalysator, der eine sichere Integration von Stablecoins in den Finanzmarkt ermöglicht und sie als langfristigen Bestandteil eines beaufsichtigten Multi-Geld-Systems positioniert.
Häufig gestellte Fragen ⏰
- Warum gewinnen Stablecoins im Finanzsystem an Akzeptanz?
Eine klarere Regulierung in der EU, den USA und Großbritannien verringert die Unsicherheit und fördert die institutionelle Akzeptanz. - Bedrohen Stablecoins laut Ripple das traditionelle Geld?
Nein, sie werden als Ergänzung zur Effizienzsteigerung gesehen, nicht als Ersatz für Fiatgeld. - Wie beeinflusst die Regulierung die Akzeptanz von Stablecoins?
Regulierungen wie die EU-Richtlinie „Märkte für Kryptoassets“ (MiCA) tragen dazu bei, Stablecoins in den Finanzmarkt zu integrieren. - Welche Rolle können Zentralbanken im Zusammenhang mit Stablecoins spielen?
Zentralbanken können die Dynamik von Stablecoins nutzen und die Schutzmaßnahmen ausweiten, um die Finanzstabilität zu stärken.
