
In der zweiten Januarhälfte 2026 geriet der Bitcoin-Markt unter erheblichen Druck, was sich in der Preisentwicklung und den On-Chain-Metriken widerspiegelte. Ab dem 15. Januar fiel der BTC -Kurs innerhalb weniger Tage von über 97.000 US-Dollar auf unter 90.000 US-Dollar. Diese Entwicklung ging mit synchronisierten Aktivitäten sowohl von Privatanlegern als auch von Großinvestoren einher.
Laut Analyst Amr Taa war eines der wichtigsten Signale der BTC- Zufluss aus privaten Wallets zu Binance. Die Kennzahl „Retail to Exchange Flow“ erfasst das Transaktionsvolumen an die Börse, segmentiert nach Guthabengröße. Solche Transaktionen werden typischerweise als Vorbereitung eines Verkaufs interpretiert, da Bitcoin oft kurz vor dem Schließen einer Position aus dem Cold Storage an Börsen transferiert wird.
Am 15. Januar wurde ein starker Anstieg der Aktivität in Wallets mit Guthaben zwischen 10 und 100 Coins verzeichnet. Der Gesamtzufluss an BTC aus dieser Investorengruppe erreichte rund 130 Millionen US-Dollar. Fast unmittelbar danach begann der Bitcoin-Kurs rapide zu fallen und durchbrach zunächst die Marke von 95.000 US-Dollar und dann die von 92.000 US-Dollar.
Gleichzeitig stieg die Aktivität großer Investoren. Daten von Whale Screener, einem Tool, das über 100 aktive Whale-Wallets überwacht, zeigten einen signifikanten Anstieg der BTC- Einzahlungen an Spotbörsen. Am selben Tag überstiegen die gesamten Bitcoin-Zuflüsse von Whales 600 Millionen US-Dollar – einer der höchsten Werte der letzten Zeit.
Die Synchronizität dieser Prozesse ist besonders bemerkenswert. Das explosionsartige Wachstum der Privatanlegerzuflüsse zu Binance und der gleichzeitige Anstieg der Einzahlungen von Großinvestoren erfolgten am selben Tag. Diese Konstellation bleibt selten ohne Preisauswirkungen, da sie ein erhöhtes Angebot verschiedener Anlegergruppen mit steigendem Marktdruck verbindet.
