USOR-Memecoin steigt im Zuge des Ölabkommens zwischen den USA und Venezuela um 150 %.

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Ein wenig bekannter Solana-Token namens „US Oil“ (USOR) schoss innerhalb eines Tages um mehr als 150 % in die Höhe und erreichte sofort eine Marktkapitalisierung von über 40 Millionen US-Dollar. Händler kauften den Token massenhaft, beflügelt von der Nachricht über den Verkauf venezolanischer Ölreserven durch die USA.

Der Token erlebte auf CoinGecko einen schnellen Aufschwung, doch On-Chain-Analysten und Händler warnten davor, dass der Anstieg von USOR alle Merkmale eines spekulativen Pump-and-Dump-Schemas aufweise.

Geopolitische Faktoren beeinflussen den Memecoin-Markt.

Der sprunghafte Anstieg der Nachfrage nach USOR fiel mit dem wachsenden Interesse an venezolanischem Öl zusammen. Medienberichten zufolge hat Washington begonnen, die beschlagnahmten Ölreserven Venezuelas zu verkaufen.

Das Thema verlagerte sich schnell auf den Kryptomarkt: Dem USOR-Coin wurde eine politische Bedeutung beigemessen, obwohl der Token keine bestätigten Verbindungen zu offiziellen Ölreserven aufweist. Der einzige Bezugspunkt ist der Name „US-Öl“.

Die Organisatoren des Projekts behaupten, dass USOR ein „On-Chain-Reserveindex“ sei, der die US-Ölreserven tokenisiert. Die Token seien angeblich durch Ölreserven gedeckt.

Das Projekt behauptet, Ölreserven zu tokenisieren, aber es gibt keine Beweise dafür.

Die Website liefert jedoch keine bestätigten Informationen über die Vermögenswerte, die Rechtsstruktur oder Verbindungen zur offiziellen US-Ölreserveninfrastruktur.

Es kamen auch Spekulationen über einen möglichen Insidercharakter des Projekts auf: Der Token wurde auf derselben Plattform wie der TRUMP-Memecoin veröffentlicht, nämlich Meteora.

Auf dem Höhepunkt des Kursanstiegs überstieg USOR 0,04 US-Dollar, und das tägliche Handelsvolumen näherte sich 20 Millionen US-Dollar.

USOR stieg am 20. Januar um 150 %. Quelle: CoinGecko

Der Anstieg ging mit einer abrupten vertikalen Preisbewegung einher, die viele Händler als unnatürlich bezeichneten.

Der Handel mit USOR findet hauptsächlich innerhalb des Solana-Ökosystems statt, vorwiegend über dezentrale Plattformen wie Meteora. Aufgrund des stark gestiegenen Handelsvolumens haben Plattformen Warnungen vor verdächtigen Aktivitäten herausgegeben.

Ragpool-Risiko

Die Meinungen auf Twitter zum Thema Krypto gehen weit auseinander. Einige Händler behaupten, das Thema sei durch reale Nachrichten künstlich aufgebauscht worden. Sie verweisen auf koordinierte Werbung, die Anhäufung von Geldern in verknüpften Wallets und das Fehlen einer natürlichen Token-Akkumulation.

Einige Marktteilnehmer warnen davor, dass das Verhalten der Kryptowährung den Vorbereitungen für eine Wette auf verlorene Geldmengen sehr ähnlich sei.

Es gibt auch diejenigen, die die Geschichte des Projekts glauben. Der Autor eines viel geteilten Beitrags bezeichnet USOR als „eine On-Chain-Zugangsmöglichkeit zu Venezuelas Ölreserven“ – obwohl weder US-Regulierungsbehörden noch zuständige Institutionen dies bestätigt haben.

Mehrere Analysten stellen fest, dass der Zeitpunkt, das Design und der Zeitplan der Token-Einführung viele Gemeinsamkeiten mit anderen politisch motivierten Memecoins aufweisen. Insbesondere bei diesen Coins schossen die Kurse nach Bekanntwerden von Nachrichten in die Höhe und fielen dann genauso schnell wieder ab.

Laut unabhängigen On-Chain-Analysten konzentriert sich der Großteil des Angebots auf wenige Wallets.

Auf X kursiert eine Blasenkarte des Projekts, die zeigt, dass viele Großaktionäre miteinander verbunden sind. Der Markt stellt Fragen zur Zentralisierung und dem Risiko, dass einige beim Ausstieg ohne Liquidität dastehen.

USOR ist ein weiteres Beispiel dafür, wie makroökonomische und politische Nachrichten im Handumdrehen zu Spekulationsobjekten werden. Während die USA ihre Politik gegenüber venezolanischem Öl erneut überdenken, versuchen einige Akteure auf dem Kryptomarkt, aus diesen Nachrichten Kapital zu schlagen.

Es ist unklar, ob USOR als Meme verschwinden oder sich etablieren wird. Fest steht jedoch: Händler versuchen erneut, vom Hype zu profitieren – trotz der immer häufiger werdenden Warnungen vor unkontrollierten Aktienpools.

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