Buterin schlug ein neues Validierungsmodell für Ethereum vor.

Ethereum-Mitbegründer Vitalik Buterin hat vorgeschlagen, die Distributed Validator Technology ( DVT ) direkt in das Staking-Protokoll zu integrieren. Diese Initiative soll die Sicherheit und Dezentralisierung des Netzwerks erhöhen.

Die neue Architektur ermöglicht es Validatoren, mehrere unabhängige Schlüssel innerhalb einer einzigen Gruppe zu registrieren. Operationen wie Blockvorschläge oder Attestierungen gelten nur dann als gültig, wenn eine bestimmte Anzahl von Signaturen aller Teilnehmer erreicht ist.

Dieser Ansatz minimiert das Risiko, dass ein Validator aufgrund eines einzelnen Fehlers oder einer Kompromittierung eines Knotens ausfällt, und erhält gleichzeitig den Slashing -Mechanismus mit korrekten Schwellenwerteinstellungen aufrecht.

„DVT ist eine Möglichkeit für Ethereum-Staker, am Netzwerk teilzunehmen, ohne sich vollständig auf einen einzigen Knoten zu verlassen“, erklärte Buterin.

Laut seinen Angaben wird der Validator mit der Implementierung von DVT weiterhin funktionieren, „solange mehr als zwei Drittel der Knoten ehrlich handeln“.

Die Initiative sieht die direkte Integration der Technologie in das Protokoll vor. Aktuelle Implementierungen erfordern eine komplexe Einrichtung und sind auf eine externe Koordinierungsinfrastruktur angewiesen.

Teilnehmer, deren Beteiligung ein Vielfaches des erforderlichen Mindestbetrags beträgt, können bis zu 16 Signaturschlüssel angeben und einen Auslöseschwellenwert dafür festlegen. Dadurch lässt sich effektiv ein Cluster von Standardknoten verwalten, die als ein einziger Validator fungieren.

Buterin merkte an, dass DVT die Betriebskosten senken wird. Die Architektur wird lediglich eine geringe Verzögerung bei der Blockgenerierung verursachen, die Geschwindigkeit der Attestierungen nicht beeinträchtigen und die Kompatibilität mit jedem Signaturverfahren gewährleisten.

Langfristig wird dies auch die Abhängigkeit von kryptographischen Eigenschaften verringern, deren potenzielle Anfälligkeit mit der Zeit zunehmen kann.

Hebel für Dezentralisierung

Neben den technischen Vorteilen bezeichnete Buterin seinen Vorschlag als einen wichtigen Schritt in Richtung Dezentralisierung.

Seiner Ansicht nach könnte eine native DVT konservative Marktteilnehmer und institutionelle Anleger dazu ermutigen, sich selbst zu engagieren, wodurch die Abhängigkeit von großen Anbietern verringert würde.

Ein solcher Übergang wird sich positiv auf Kennzahlen wie den Nakamoto-Koeffizienten auswirken und das Netzwerk stabiler und verteilter machen, glaubt der Programmierer.

Auf Infrastrukturebene wird die Technologie bereits eingesetzt: So hat beispielsweise eine der Börsen im August 2025 die Nutzung von DVT über das SSV-Protokoll ausgeweitet.

Buterin betonte, dass sich die Lösung als effektiv erwiesen habe, die Einrichtung jedoch weiterhin schwierig sei. Die native Unterstützung soll diese Hürde beseitigen und die Bedienung vereinfachen.

BitMine und Staking

In der vergangenen Woche hat der größte institutionelle Inhaber von Ethereum – BitMine Immersion Technologies – weitere 581.920 ETH in das Staking investiert.

Die vom Unternehmen gesperrten Vermögenswerte beliefen sich auf insgesamt 1.838.003 ETH (5,9 Milliarden US-Dollar). Die Rentabilität dieser Position wird auf 2,81 % pro Jahr geschätzt.

„BitMine hat mehr ETH gestakt als jede andere Organisation weltweit. Im Vollausbau (wenn das gesamte ETH des Unternehmens über MAVAN und Partner gestakt ist) werden die jährlichen Einnahmen aus Blockgebühren 374 Millionen US-Dollar oder über 1 Million US-Dollar pro Tag betragen“, kommentierte BitMine-CEO Tom Lee.

Das Unternehmen erwarb außerdem weitere 35.268 ETH zu einem Durchschnittspreis von 3.211 US-Dollar pro Coin. Es verwaltet nun über 4,2 Millionen ETH im Wert von 12,8 Milliarden US-Dollar, was 3,5 % des gesamten Ethereum-Angebots entspricht.

BitMine ist nicht nur die nach Marktkapitalisierung zweitgrößte Kryptowährung, sondern besitzt auch:

  • 195 BTC (17,5 Millionen US-Dollar);
  • eine Beteiligung an Eightco im Wert von etwa 22 Millionen Dollar;
  • mit liquiden Mitteln in Höhe von 979 Millionen Dollar.

Zur Erinnerung: Mitte Januar erreichte der Anteil der im Staking gebundenen ETH einen Rekordwert von 30 %.

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