Russische Pfandhäuser haben die Vorteile der Akzeptanz von Kryptowährungen als Sicherheiten berechnet.

Bild Russische Pfandhäuser werden ihr Gesamtportfolio innerhalb von drei Jahren verzehnfachen können, sobald sie digitale Vermögenswerte als Sicherheiten akzeptieren, gab der Nationale Pfandhausverband (NAP) bekannt. Das aktuelle Portfolio russischer Pfandhäuser wird auf rund 100 Milliarden Rubel geschätzt.

Die Organisation ist der Ansicht, dass Pfandhäuser Kredite vergeben können, die durch Kryptowährungen und ähnliche Vermögenswerte besichert sind, und sieht darin keinen Widerspruch zur geltenden Gesetzgebung. Laut dem Pfandhausgesetz haben Marktteilnehmer das Recht, Privatpersonen Kredite gegen bewegliche Sachen zu gewähren. Zu dieser Kategorie zählen unter anderem digitale Währungen, Token und ähnliche Vermögenswerte. Die Organisation räumt jedoch ein, dass Methoden zur Bewertung nicht standardisierter Sicherheitenkategorien wie Non-Fungible Tokens (NFTs), digitale Sammlerstücke und In-Game-Währungen entwickelt werden müssen.

Der Mechanismus für den Umgang mit digitalen Währungen bei NOL wird mit dem Goldkreislauf verglichen. Ein Kunde überträgt digitale Vermögenswerte über ein Offline-Gerät an ein Pfandhaus, erhält einen Kredit und gibt die Vermögenswerte nach Rückzahlung des Kredits zurück, so die Vertreter des Verbandes.

Der Mechanismus kann nicht ohne die Zustimmung der russischen Zentralbank eingeführt werden. Die oberste Finanzaufsichtsbehörde muss das Verfahren für den Umgang mit digitalen Vermögenswerten als Sicherheiten festlegen und „die Sicherheit und Transparenz der Transaktionen gewährleisten“, berichtete die NOL.

Im Januar 2026 kündigte die Mosgorlombard-Blockchain an, die Vergabe von durch Kryptowährung besicherten Krediten an Kunden zu erwägen. Das Projekt wird jedoch nicht ohne Rücksprache mit der Zentralbank gestartet. Die Initiative entstand, nachdem die Sberbank einem Mining-Unternehmen einen durch Kryptowährung besicherten Kredit gewährt hatte.

Pfandhäuser diskutierten erstmals 2023 über Kryptowährungsbesicherungen: Die Neolombard-Blockchain wandte sich mit einer Anfrage an die Aufsichtsbehörde, um Klarheit über den Mechanismus zur Vergabe solcher Kredite zu erhalten. Die Zentralbank antwortete, dass in solchen Fällen „die Gesetzgebung keine Rechtsgrundlage für den Umlauf digitaler Währungen schafft“, es aber auch kein direktes Verbot solcher Transaktionen gebe.

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