
Der Bitcoin-Markt ist in den letzten Monaten unter die Kontrolle neuer Großinvestoren geraten, die jeweils über 1.000 Coins halten. Laut Experten der Plattform CryptoQuant reagieren diese „neuen Wale“ am empfindlichsten auf Preisschwankungen der führenden Kryptowährung.
Es waren diese „neuen Großinvestoren“, die in den jüngsten Marktabschwüngen die größten Verluste erlitten. Sie waren gezwungen, bei fallenden Kursen zu verkaufen und kurzfristige Gewinne zu nutzen, um ihre Positionen aufzulösen. Analysten zufolge fehlt diesen Anlegern das Vertrauen in ein nachhaltiges, langfristiges Wachstum von Bitcoin.
„Diese Situation ist entscheidend für das Verständnis des Marktverhaltens. Der realisierte Preis neuer Großinvestoren liegt bei rund 98.000 US-Dollar. Folglich hält diese Investorengruppe derzeit unrealisierte Verluste in Höhe von etwa 6 Milliarden US-Dollar. Dies wirkt sich direkt auf die Preisentwicklung aus“, so CryptoQuant.
Laut den Experten der Plattform befindet sich der Markt in einem Dilemma zwischen Wachstumswunsch und der Angst vor einem weiteren Einbruch. Neue Marktteilnehmer haben die jüngste Preiskorrektur schmerzlich erfahren und sehen nun jede Aufwärtsbewegung als Chance, Verluste zu begrenzen. Dies erzeugt anhaltenden Verkaufsdruck und verhindert, dass sich Bitcoin über 95.000 US-Dollar konsolidiert, erklärten die Experten.
Eine längere Phase ruhigen Wachstums ohne starke Preisrückgänge könnte die Situation verändern. Sollte Bitcoin seine Position über mehrere Monate hinweg über 100.000 US-Dollar halten können, wird sich das Verhalten großer Inhaber der führenden Kryptowährung laut CryptoQuant von einer defensiven zu einer akkumulativen Haltung verlagern.
Die Analysten von CryptoQuant berichteten zuvor, dass das offene Interesse an Bitcoin-Futures seit Jahresbeginn um etwa 13 % gestiegen sei, was die gestiegene Risikobereitschaft der Krypto-Investoren widerspiegele.
