
Analysten des russischen Unternehmens Yandex teilten RIA Novosti mit, dass Kryptowährungen 1,8 % der 6 Milliarden finanzbezogenen Suchanfragen von Suchmaschinennutzern ausmachten.
Yandex behauptet jedoch, dass das Interesse der Nutzer an digitalen Vermögenswerten „nicht mehr rein theoretischer Natur“ sei. Suchanfragen nach konkreten Aktionen – „kaufen“, „abheben“, „tauschen“, „Wallet“ – machen 20,6 % des gesamten Suchinteresses zu diesem Thema aus. Suchanfragen wie „Bewertung“, „Prognose“ und „Was ist das?“ erreichen 22,5 %.
„Diese Anfragestruktur deutet auf ein hohes praktisches Interesse an dem Thema hin: Theorie und Praxis stehen bei Krypto-Anfragen in einem vergleichbaren Verhältnis. Nutzer suchen nicht nur nach Referenzinformationen, sondern auch nach Lösungen für den realen Einsatz – für Einkäufe, Überweisungen und die Verwaltung der Infrastruktur“, erklärte Yandex gegenüber der Agentur.
Das Nutzerverhalten variiert je nach Art des Vermögenswerts. Praktische Anfragen überwiegen bei Token, die an Fiatwährungen oder Rohstoffe gekoppelt sind. Diese Instrumente werden häufiger als Zahlungsmittel, Transfer- und Wertspeicher betrachtet denn als Spekulationsobjekt, erklärte Yandex gegenüber RIA Novosti.
In der öffentlichen Wahrnehmung gelten USDT und ähnliche Kryptowährungen eher als digitales Zahlungsmittel denn als Anlageobjekt. Dies unterscheidet Stablecoins grundlegend von volatileren Kryptowährungen, deren Interesse nach wie vor maßgeblich von den Erwartungen an Preisschwankungen bestimmt wird, schreibt die russische Nachrichtenagentur.
Zuvor hatte der russische Nationale Verband der Pfandleiher (NAP) berichtet, dass Pfandhäuser ihr Gesamtportfolio verzehnfachen könnten, nachdem sie Kryptowährungen als Sicherheiten akzeptierten.
