
Der Gründer von Capriole Investments, Charles Edwards, erklärte, dass der wahre Grund für die jüngste schwache Performance von Bitcoin nicht in „Schleifentheorien“ liege, sondern in der Bedrohung durch Quantencomputer und den Risiken, die mit gehebelten digitalen Vermögenswerten (DAT) verbunden sind.
Während die Kryptomärkte die Gründe für die 40-prozentige Underperformance von Bitcoin gegenüber Gold diskutieren, hat der renommierte Makroanalyst Charles Edwards eine eindringliche Warnung ausgesprochen. In einem Podcast von Coin Bureau erläuterte Edwards die existenziellen Risiken, die Bitcoin daran hindern, sich einen Anteil am 115 Billionen Dollar schweren liquiden Markt zu sichern.
Laut Edwards liegt der Hauptgrund dafür, dass Bitcoin hinter Gold und Aktien zurückbleibt, darin, dass die Bedrohung durch Quantencomputer vom theoretischen Bereich in einen „riskanten Horizont“ vorgedrungen ist. Edwards bezeichnet den Zeitraum von 2025 bis 2028 als kritische Phase, in der die Wahrscheinlichkeit, die bestehenden kryptografischen Methoden (ECC) von Bitcoin zu knacken, auf 20-30 % steigen könnte.
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Der Analyst merkte an, dass Branchenriesen wie BlackRock Klauseln zum „Quantenrisiko“ in ihre ETF-Prospekte aufgenommen haben und Persönlichkeiten wie Vitalik Buterin davor gewarnt haben. Dies deute darauf hin, dass institutionelle Anleger dieses Risiko zunehmend in ihre Anlageentscheidungen einbeziehen. Edwards argumentierte, Bitcoin benötige dringend ein Code-Update (einen Soft Fork), um das Netzwerk resistent gegen Quantenangriffe zu machen, und mit konkreten Schritten in diese Richtung könne Bitcoin Gold schnell übertreffen.
Edwards merkte an, dass die globale Geldmenge einen Rekordwert von 115 Billionen Dollar erreicht habe, und sagte, dass der Goldpreis gestiegen sei, um diese Liquidität aufzunehmen, Bitcoin aber unter Druck stehe aufgrund der Schuldenlast, die sich durch „digitale Vermögensschätze“ (DAT) angehäuft habe.
Edwards merkte an, dass fast 200 Unternehmen (DAT), darunter MicroStrategy, Kredite aufgenommen haben, um Bitcoin zu kaufen – eine Situation, die an die Zeit vor dem Börsencrash der 1920er-Jahre erinnert. Die steigende Verschuldung birgt das Risiko einer „Hebelwirkungskaskade“ (einer Liquidation der Bitcoin-Kette) im Bitcoin-Kurs.
Edwards verwies auf die weit verbreiteten Markterwartungen eines Halbierungszyklus und erklärte: „Der Vierjahreszyklus ist tot.“ Der Analyst argumentierte, dass Bitcoin heute stärker von makroökonomischer Liquidität und institutioneller Nachfrage als vom Mining-Zyklus abhängig sei, und warnte Investoren:
„Wenn das Quantenrisikoproblem in diesem Jahr nicht gelöst wird, könnte Gold Bitcoin weiterhin übertreffen. Sollte jedoch eine Einigung erzielt werden, wird der ‚Risikoabschlag‘ von Bitcoin verschwinden und eine massive Rallye einsetzen.“
Dies ist keine Anlageberatung.
