Marktforscher erklären, was RWA ist und warum die Tokenisierung realer Vermögenswerte notwendig ist.

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Der Markt für nutzungsbasierte Vermögenswerte (RWA) wird oft als etwas grundlegend Neues wahrgenommen, doch das Konzept ist alles andere als magisch. Forscher erklärten, dass es nicht um die Schaffung von neuem Geld, Gebäuden oder Krediten geht. Vielmehr werden bereits existierende Vermögenswerte in ein digitales Format übertragen. Lediglich die Art und Weise, wie Eigentum erfasst und Wert übertragen wird, ändert sich. Dies ist der entscheidende Punkt zum Verständnis von RWA.

Experten betonten, dass Sachwerte bereits das Fundament der Weltwirtschaft bilden. Unternehmen besitzen Immobilien, Kreditportfolios oder Staatsanleihen. Diese Vermögenswerte generieren Cashflows in Form von Mieteinnahmen, Zinsen oder Kuponzahlungen. All diese Prozesse laufen unabhängig von der Blockchain ab. Die Tokenisierung schafft keine neuen Geldflüsse, sondern nutzt bestehende.

Analysten erklärten, dass im traditionellen System Eigentumsverhältnisse in Datenbanken, Rechtsdokumenten und Bankensystemen erfasst werden. Dieser Ansatz funktioniert zwar, ist aber langsam und fragmentiert. Der Zugriff auf solche Vermögenswerte ist typischerweise auf große institutionelle Anleger beschränkt. Aktualisierungen von Datensätzen und Abwicklungen können Tage dauern. Dies verursacht hohe Kosten und verringert die Transparenz.

„Die Tokenisierung gilt als Weiterentwicklung des Buchhaltungssystems. Der Token dient als digitaler Eigentumsnachweis. Er dokumentiert, welche Wallet einen bestimmten Anteil eines Vermögenswerts besitzt und unter welchen Bedingungen. Der Vermögenswert selbst bleibt unverändert und ändert seine Beschaffenheit nicht. Der Unterschied besteht darin, dass die Übertragung von Rechten auf der Blockchain nahezu in Echtzeit erfolgen kann“, erklärten die Experten.

Eine rechtliche Struktur ist vor der Token-Ausgabe unerlässlich. Reale Vermögenswerte benötigen eine rechtliche Grundlage, beispielsweise in Form eines Unternehmens, einer Stiftung oder eines Trusts. Diese regelt die Verteilung der Rechte, den Geldfluss und das Vorgehen bei Problemen. Ein Token ersetzt keine Rechtsgrundlage und kann ohne diese nicht existieren. Ohne einen angemessenen Rechtsrahmen bleibt eine risikogewichtete Vermögensverwaltungsvereinbarung (RWA) lediglich ein leeres Versprechen.

Operative Tätigkeiten spielen eine separate Rolle. Vermögenswerte müssen in der realen Welt verwaltet werden. Kredite müssen eingezogen, Immobilien instand gehalten und Fonds Aufzeichnungen und Berichte geführt werden. Diese Prozesse werden durch die Blockchain nicht automatisiert und müssen von Menschen durchgeführt werden. Auch die Tokenisierung garantiert keine Liquidität. Die Verkäuflichkeit eines Vermögenswerts hängt von der Verfügbarkeit von Käufern ab, nicht von der Technologie. Die Blockchain erleichtert lediglich die Fragmentierung, den Transfer und die Integration in Finanzsysteme.

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