Das MegaETH-Startup entwickelt eine Echtzeit-Computing-Infrastruktur

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Die Entwickler von MegaETH haben eine Blockchain-Computing-Infrastruktur für Echtzeitverarbeitung vorgestellt, die für einen Durchsatz von bis zu 100.000 Transaktionen pro Sekunde und eine Blockverarbeitung in 10 Millisekunden ausgelegt ist. Laut Delphi Digital ermöglicht diese Geschwindigkeit Market Makern, Orderausführungen nahezu sofort zu bestätigen, Spielen, ihren Zustand in Echtzeit zu aktualisieren, und KI-Agenten, komplexe Operationen ohne das Risiko von Front-Running durchzuführen.

Die Entwickler behaupten, die Technologie eröffne neue Möglichkeiten für Hochfrequenzhandel, Spieleanwendungen und automatisierte Dienste. Leistungsverbesserungen erfordern jedoch erhebliche architektonische Änderungen. Experten betonen, dass hohe Geschwindigkeit mit Kompromissen bei der Dezentralisierung des Netzwerks einhergeht.

Anders als die meisten Layer-2-Lösungen (L2), die Berechnungen auf mehrere Knoten verteilen, nutzt MegaETH einen einzigen Sequenzer mit über 100 Prozessorkernen und bis zu 4 TB RAM. Dieser Ansatz reduziert die Last auf den Konsensmechanismus und eliminiert Verzögerungen zwischen Validatoren. Im Januar verarbeitete der Netzwerk-Stresstest 10,7 Milliarden Transaktionen innerhalb einer Woche und übertraf damit die bisherige Gesamttransaktionszahl von Ethereum.

Das Gebührenmodell berücksichtigt Rechenaufwand, Datenvolumen und Netzwerkzustandsänderungen separat, um eine Überlastung einzelner Komponenten zu vermeiden. Diese Architektur erhöht jedoch die Abhängigkeit des Systems von einer zentralisierten Transaktionsausführung.

Die Transaktionsverifizierung bleibt dank eines zustandslosen Validierungsmechanismus dezentralisiert, bei dem Knoten Blöcke bestätigen, ohne Transaktionen vollständig erneut auszuführen. Das System nutzt die SALT-Architektur, die den gesamten Netzwerkzustand im Speicher ablegt und Transaktionen in einem kontinuierlichen Strom von Miniblöcken verarbeitet. Dieser Ansatz gewährleistet hohe Verarbeitungsgeschwindigkeiten, verschärft aber die Debatte um das Gleichgewicht zwischen Effizienz und Infrastrukturstabilität. Analysten weisen darauf hin, dass eine zentrale Ausführung ein potenzielles Risiko für die Netzwerksicherheit und -unabhängigkeit darstellen könnte. Gleichzeitig halten Entwickler dies für einen vertretbaren Kompromiss für eine höhere Leistung.

„Traditionelle zentralisierte Börsen dominieren den Markt weiterhin dank schnellerer Preisfindung. MegaETH will diese Lücke durch einen Co-Location-Mechanismus schließen, der es Marktteilnehmern ermöglicht, Infrastruktur in der Nähe des Sequenzers zu platzieren und so die Latenz um ein Vielfaches zu reduzieren. Dies macht das Netzwerk attraktiv für Hochfrequenzhändler und Entwickler von Spiele-Apps“, so die Analysten.

Das MegaETH-Ökosystem zieht bereits Projekte aus den Bereichen DeFi und Verbraucherdienstleistungen an. Dazu gehören Lösungen für Stablecoins mit adaptiven Renditen, Derivatehandel und orderbuchbasierte Kreditvergabe. Im Segment der Verbraucher-Apps werden Spieledienste und Zahlungslösungen mit Gamification-Elementen entwickelt. Analysten bestätigen das rasante Wachstum von MegaETH und die neue Blockchain-Infrastrukturarchitektur, die auf Geschwindigkeit und Effizienz ausgerichtet ist.

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