
Eine umfassende Analyse, die von Our Crypto Talk veröffentlicht wurde, zeigt, dass dezentrale soziale Netzwerke (SocialFi), einer der ambitioniertesten Trends der Jahre 2023-2024, bis 2026 praktisch der Vergangenheit angehören werden.
Laut der Analyse wurden die meisten SocialFi-Plattformen entweder komplett aufgegeben, übernommen oder sind praktisch bedeutungslos geworden. Die meisten Token dieses Sektors haben über 90 % ihres Wertes verloren, einige Projekte sogar bis zu 99 %. Beispiele für Altcoins sind FRIEND, DEGEN, CYBER, RLY und DESO.
Laut Our Crypto Talk wurde die Teilnahme am SocialFi-Ökosystem größtenteils nicht durch einen echten Bedarf der Community, sondern durch spekulatives Kapital, botbasierte Belohnungssammlung und kurzfristigen Handel getrieben. Mit abnehmenden Anreizen verließen die Nutzer die Plattform stillschweigend. Die Analyse interpretiert dies als klare Unterscheidung zwischen „Nutzung“ und „finanzieller Aktivität“.
Die Analyse ergänzt, dass SocialFi theoretisch eine sehr attraktive Idee zu sein scheint: direkter Werttransfer statt Werbung, nutzergesteuerte soziale Netzwerke statt Plattformen und direkte Einnahmengenerierung für Content-Ersteller. In der Praxis, so die Analyse, werde Kommunikation jedoch auf einen Bilanzposten reduziert und soziale Interaktion zu einem kommerziellen Instrument.
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In unserer Krypto-Diskussion wurde die Situation wie folgt eingeschätzt: „Hunderte Millionen Dollar wurden eingesammelt, das Token-Angebot sank um 99 %, der Geldzufluss ging zurück und die Communities lösten sich auf, ohne sich auch nur zu verabschieden.“
Die Analyse kommt zu dem Schluss, dass SocialFi auf einer entscheidenden Annahme beruht: der Idee, dass die Einbeziehung von Geld in soziale Interaktionen das Verhalten verbessert. Laut Our Crypto Talk hat sich diese Annahme fast immer als kontraproduktiv erwiesen. Geld veränderte die Anreize; Anreize veränderten das Verhalten; und Verhalten veränderte die Kultur. Der Grund für das Scheitern sozialer Medien lag nicht darin, dass die Nutzer nicht genug verdienten, sondern darin, dass die Interaktionen entmenschlicht wurden.
Es ist bemerkenswert, dass die erste Generation von SocialFi-Plattformen ein Design bevorzugte, das den finanziellen Aspekt für „Nutzer“ in den Vordergrund stellte. Zugangstoken, Coins für Content-Ersteller und profilbasierte Assets verwandelten soziale Räume in direkte Märkte. In dieser Phase trat die Frage „Wer wird daran interessiert sein?“ an die Stelle der Notwendigkeit, qualitativ hochwertige Inhalte zu erstellen oder Beziehungen aufzubauen.
Ein in der Analyse hervorgehobener Punkt ist, dass die schärfste Kritik an SocialFi nicht von einem „Peak-Market-Kommentator“, sondern von Vitalik Buterin, einem der Gründer von Ethereum, kam. Anfang 2026 forderte Buterin eine „Rückkehr zu dezentralen sozialen Netzwerken“ anstelle einer Erhöhung der Token-Anzahl.
Buterin argumentiert, dass eine bessere Gesellschaft Kommunikationswerkzeuge benötigt, die die langfristigen Interessen der Nutzer über kurzfristige Engagement-Kennzahlen stellen. Anhand von Buterins Beispiel Substack verdeutlicht die Analyse, wie wichtig es ist, zwischen der direkten Unterstützung von Content-Erstellern und deren Kommerzialisierung zu unterscheiden.
*Dies ist keine Anlageberatung.
