
Ein neuer Vorschlag, der innerhalb des Aave-Ökosystems ( $AAVE ) vorgestellt wurde, hat in der Community sowohl Optimismus als auch Vorsicht ausgelöst.
Während viele Mitglieder der Community getrennte Abstimmungen und transparentere und unabhängige Kontrollmechanismen gefordert haben, wurden im DAO-Governance-Prozess bedeutende Fortschritte erzielt.
Unter dem Druck der Community verpflichtete sich Aave Labs, 100 % der Einnahmen aus dem Verkauf von Markenartikeln an die DAO-Kasse zurückzuzahlen. Zudem wurde bekannt gegeben, dass V4 als einheitliche technische Grundlage dienen und eine unabhängige Treuhandstruktur eingerichtet werden soll. Diese Entwicklungen wurden insbesondere für Token-Inhaber als positives Signal gewertet und deuteten auf die effektive Funktionsweise des Governance-Mechanismus hin.
Mark Zeller, Gründer der Aave Chan Initiative (ACI), argumentierte, dass der neue Vorschlag gewisse Umsetzungsrisiken bergen könnte. Laut Zeller besteht ein potenzielles Problem darin, dass die Einnahmenkürzungen von Aave Labs einseitig und ohne unabhängige Aufsicht festgelegt werden könnten.
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Es wurde auch kritisiert, dass die beantragten 50,7 Millionen US-Dollar (31,5 % des Vermögens) an die Genehmigung von V4 und den Stopp der Entwicklung von V3 geknüpft seien. Darüber hinaus wurde angemerkt, dass die Übertragung von 75.000 AAVE- Token zu einer Verwässerung der Mitbestimmungsrechte um etwa 13,6 % führen könnte.
Zeller schlug vor, den Abstimmungsprozess zu trennen, einen wirklich unabhängigen Treuhandfonds zu schaffen, Wallet-Transparenz vorzuschreiben und externe Prüfmechanismen einzuführen. Er erklärte, diese Schritte würden die Tragfähigkeit und Fairness der gegenüber allen Token-Inhabern eingegangenen Verpflichtungen gewährleisten.
Der DeFi-Forscher Ignas erinnerte jedoch daran, dass Aave Labs in der Vergangenheit dafür kritisiert wurde, eine Abwertung der DAO zu riskieren, und erklärte, dass $AAVE- Inhaber die jüngsten Zugeständnisse begrüßen sollten.
Ignas betonte jedoch, dass Klarheit darüber nötig sei, wer die Stiftung, die die Marke Aave verwaltet, tatsächlich kontrollieren werde. Er äußerte zudem die Hoffnung auf eine eindeutige Aussage, dass die der Stiftung zugeteilten 75.000 $AAVE- Token nicht für Abstimmungen verwendet würden.
Der Übergang von Version 3 zu Version 4 wird voraussichtlich innerhalb von 8 bis 12 Monaten abgeschlossen sein. Nutzer sollten vor der Installation der neuen Version umfassende Stresstests durchführen. Ignas äußerte sich vorsichtig optimistisch zum Gesamtbild.
Austin Barak, Gründer von Relayer Capital, behauptete, die Unsicherheit bezüglich der Wertverteilung des $AAVE- Tokens sei weitgehend verschwunden. Laut Barak könnte ein erneuter Preisanstieg darauf hindeuten, dass Anleger zu einer rationaleren Sichtweise zurückkehren.
*Dies ist keine Anlageberatung.
