Native Stablecoins entstehen, während Regierungen Blockchain-Währungen evaluieren.

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  • Native Stablecoins verlagern den Fokus von Spekulationen hin zur regulierten Online-Infrastruktur einer nationalen Währung.
  • Die in Brasilien vorgeschlagenen Regulierungen sehen strengere Kontrollen, ein Verbot algorithmischer Stablecoins und die Hinterlegung vollständiger Reservesicherheiten vor.
  • In den politischen Debatten der USA werden Stablecoins trotz anhaltender gesetzgeberischer Unsicherheit als strategische Zahlungsinstrumente betrachtet.

Native Stablecoins rücken zunehmend in den Fokus der globalen Kryptowährungsakzeptanz, da Branchenführer und politische Entscheidungsträger die direkte Implementierung nationaler Währungen auf Blockchain-Netzwerken vorantreiben. Jüngste Äußerungen von Binance-Gründer Changpeng Zhao sowie regulatorische Maßnahmen in Brasilien und laufende Gesetzesdebatten in den USA verdeutlichen, wie sich Stablecoins von spekulativen Instrumenten zu regulierten Finanzinfrastrukturen entwickeln.

Changpeng Zhao argumentiert, dass die Zusammenarbeit mit weiteren Ländern bei der Einführung nationaler Stablecoins die Akzeptanz beschleunigen könnte, indem die Repräsentation jeder nationalen Währung in der Blockchain sichergestellt wird. Befürworter dieser Ansicht verweisen auf anhaltende Probleme im traditionellen Finanzwesen, darunter langsame Abwicklungszeiten, hohe Transaktionsgebühren und grenzüberschreitende Beschränkungen.

Wir arbeiten mit weiteren Ländern zusammen, um deren eigene Stablecoins einzuführen. Jede Währung sollte in der Blockchain vertreten sein.

— CZ 🔶 BNB (@cz_binance) 6. Februar 2026

Gleichzeitig bleiben Fragen zur Nachfrage bestehen. Einige Analysten argumentieren, dass auf US-Dollar lautende Stablecoins bereits den globalen Markt und die Liquidität dominieren, was Zweifel an den Anreizen für Nutzer aufkommen lässt, Stablecoins zu verwenden, die an kleinere oder weniger verbreitete Währungen gekoppelt sind.

Brasilien verschärft die Vorschriften für Stablecoins

Brasilien hat einen entscheidenden regulatorischen Schritt unternommen, der die Funktionsweise von Stablecoins im brasilianischen Finanzsystem verändern wird. Ein Parlamentsausschuss billigte einen Bericht zum Gesetzentwurf 4.308/2024, der algorithmische Stablecoins wie USDe und Frax von Ethena verbietet. Die Abgeordneten verwiesen auf die Risiken ungedeckter Modelle und nannten als Beispiel den Zusammenbruch von Terra im Jahr 2022.

Gemäß dem vorgeschlagenen Rahmen müssen alle in Brasilien ausgegebenen Stablecoins vollständig durch separate Reservevermögen auf getrennten Konten gedeckt sein. Der Gesetzentwurf verschärft zudem die Transparenzanforderungen und sieht eine Straftat für die Ausgabe von Stablecoins ohne ordnungsgemäße Deckung vor, die mit bis zu acht Jahren Haft bestraft werden kann.

Für ausländische Stablecoins wie USDT und USDC gelten laut Gesetz zusätzliche Auflagen. Nur autorisierte Unternehmen dürfen diese Kryptowährungen anbieten, und Börsen müssen überprüfen, ob die Emittenten die brasilianischen Regulierungsstandards einhalten. Andernfalls trägt die Handelsplattform die Verantwortung für das Risikomanagement. Die brasilianische Steuerbehörde berichtet, dass Stablecoins rund 90 % des gesamten Kryptowährungshandelsvolumens im Land ausmachen, was die Bedeutung dieser Regelung unterstreicht.

US-Debatte hebt strategische Rolle hervor

In den USA stehen Stablecoins weiterhin im Mittelpunkt der politischen Debatte. Senatorin Cynthia Lummis rief die Banken dazu auf, Stablecoins zu akzeptieren und bezeichnete sie als neues Finanzprodukt, das Zahlungen beschleunigen und Kosten senken könne. Ihre Äußerungen erfolgen vor dem Hintergrund von Verzögerungen bei den Verhandlungen über ein umfassenderes Gesetz zur Regulierung des Kryptomarktes.

Analysten digitaler Vermögenswerte warnen davor, dass anhaltende regulatorische Unsicherheit das Marktwachstum einschränken könnte. Andere betonten die strategische Bedeutung von Stablecoins und hoben deren Rolle bei der Stützung des Dollars in Zeiten makroökonomischer und geopolitischer Spannungen hervor.

Siehe auch: Die Marktkapitalisierung von Stablecoins übersteigt 307 Milliarden US-Dollar, während Ripple eine Integration der Zentralbanken fordert.

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