
Neue Kontroversen in der $XRP- Community lassen vermuten, dass Coinbase Millionen von Dollar für das Hosting von $XRP verlangt haben könnte, und Ripple CTO Emeritus David Schwartz hat Kontext für diese Theorie geliefert.
Pumpius, ein Vertreter der XRP- Community, zitierte frühere Aussagen von Schwartz und bezeichnete die Situation als ein System, bei dem man sich Vorteile erkaufen könne. Er stellte die Frage, ob große Börsen Listings aus finanziellen Gründen zurückhalten.
Alte Kommentare, neues Feuer
Bemerkenswerterweise begann die Diskussion im Jahr 2023, als Schwartz eine Reihe von Beiträgen veröffentlichte, in denen er Vorwürfe erhob, Ripple bezahle Börsen für die Listung von $XRP .
Schwartz vermied es damals, Einzelheiten zu nennen, machte aber deutlich, dass die Situation nicht so einfach sei, wie Kritiker behaupteten.
Er erklärte, dass Behauptungen, Ripple zahle Millionen aus, oft übertrieben seien und ignorierten, wie Börsen und Token-Emittenten tatsächlich Geschäfte abwickeln.
Die größte Aufmerksamkeit erregte das von ihm angeführte hypothetische Beispiel, in dem die Börse sich weigert, den Wert von $XRP offenzulegen und von Ripple Millionen fordert.
Ripple lehnt zunächst ab, was zu einer Pattsituation führt, stimmt dem Deal aber später zu. Die Zahlung soll nicht den Preis von $XRP künstlich in die Höhe treiben, sondern vielmehr den Marktzugang sichern. Schwartz merkte an:
„Wenn wir nicht hier wären, hätte die Börse $XRP bereits registriert. Wir haben Geld bezahlt, um sicherzustellen, dass unsere Existenz dem $XRP- Ökosystem nicht schadet.“
Unterdessen entwickelte sich $XRP nach der Notierung schnell zu einer wichtigen Einnahmequelle für die Börse.
Geschäftliche Realität oder Manipulation des XRP- Marktes?
Pumpius und einige $XRP- Unterstützer interpretieren dieses Szenario als Beweis für ausbeuterische Börsenpraktiken und argumentieren, dass es eine Kultur des “Gaykeeping” in der Kryptowährung widerspiegelt, bei der die Notierung mehr von finanziellen Verhandlungen als von Verdiensten abhängen kann.
Schwartz' Formulierung widerspricht dieser Schlussfolgerung jedoch. Seine Erklärung legt nahe, dass eine vermeintliche Listungsgebühr in Wirklichkeit Teil einer komplexen Geschäftstransaktion sein kann.
Offene Fragen im Zusammenhang mit der Devisenbehörde
Die erneute Debatte unterstreicht die anhaltenden Bedenken hinsichtlich des Einflusses zentralisierter Börsen wie Coinbase darauf, welche Vermögenswerte Sichtbarkeit und Liquidität erhalten.
Dies wirft auch Fragen hinsichtlich der Transparenz der Listing-Prozesse auf und ob die Ideale der Kryptoindustrie in Bezug auf Offenheit und Fairness in der Praxis vollständig widergespiegelt werden.
Wichtig ist, dass Schwartz nicht bestätigte, dass das hypothetische Szenario Coinbase direkt betraf. Die Diskussion lenkte jedoch erneut die Aufmerksamkeit auf die Verhandlungen hinter den Kulissen.
Nachdem die SEC im Dezember 2020 Klage gegen Ripple eingereicht hatte, entfernte Coinbase XRP von seiner Plattform. Nach Ripples juristischem Sieg im Juli 2023 nahm die Börse den Handel mit XRP wieder auf, wo es bis heute gelistet ist.
Siehe auch: XRP- Kurssturz bei Coinbase befeuert Gerüchte, Anwalt sagt, der Preis sei stabil
