Angesichts der Proteste und des Zusammenbruchs der Landeswährung kaufen Iraner verstärkt Bitcoin.

Inmitten von Massenprotesten und einem Rekordverfall des iranischen Rial haben iranische Bürger laut Daten von Chainalysis ihre Bitcoin-Abhebungen von Kryptobörsen auf persönliche Wallets stark erhöht.

Analysten zufolge wird das iranische Krypto-Ökosystem bis Ende 2025 auf 7,78 Milliarden US-Dollar geschätzt. Experten haben einen klaren Zusammenhang festgestellt: Aktivitätsspitzen treten in Zeiten politischer Krisen und militärischer Aktionen wie dem Angriff auf Israel oder dem Zwölftagekrieg auf.

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Quelle: Chainalysis.

Chainalysis hat inmitten der Unruhen eine Veränderung im Nutzerverhalten festgestellt. Vom 28. Dezember bis zum 8. Januar (vor der landesweiten Internetabschaltung) war ein starker Anstieg folgender Daten zu verzeichnen:

  • durchschnittliches Transaktionsvolumen in US-Dollar;
  • Anzahl der Überweisungen an persönliche Wallets.

„Dies deutet darauf hin, dass Iraner während der Proteste deutlich häufiger als zuvor Bitcoin in ihren persönlichen Besitz überführten. Dieses Verhalten ist eine rationale Reaktion auf den Zusammenbruch des iranischen Rial, der fast seinen gesamten Wert verlor und gegenüber den wichtigsten Währungen praktisch wertlos wurde“, kommentierten die Forscher.

Bitcoin, so heißt es, sei mehr als nur ein Instrument zum Geldsparen, sondern ein Mittel des finanziellen Widerstands geworden. Seine Zensurresistenz und Unabhängigkeit vom staatlichen System verschaffen iranischen Bürgern in Krisenzeiten entscheidende finanzielle Flexibilität und Kontrolle über ihr Vermögen.

Analysten betonten, dass der Anstieg der Abhebungen auf private Geldbörsen in Zeiten der Repression globalen Trends entspricht, die Ländern mit politischer Instabilität innewohnen.

Gleichzeitig haben Forscher die Dominanz der KVIR im digitalen Sektor des Landes festgestellt. Das Unternehmen kontrolliert mittlerweile mehr als die Hälfte aller Transaktionen. Der Umsatz der von ihm kontrollierten Wallets ist sprunghaft angestiegen: von 2 Milliarden US-Dollar im Jahr 2024 auf 3 Milliarden US-Dollar im Jahr 2025.

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Quelle: Chainalysis.

„Wichtig ist, dass selbst diese Zahlen eine Unterschätzung darstellen, die nur eine begrenzte Anzahl von Adressen aus den Sanktionslisten der QIR-Wallets umfasst, die von OFAC und NBCTF erstellt wurden“, fügten die Experten hinzu.

Die Schätzung berücksichtigt keine möglichen Tarnfirmen und Finanzintermediäre, deren Verbindung zu den Revolutionsgarden noch nicht bestätigt ist. Die Forscher gehen davon aus, dass die Gesamtsumme mit der Entdeckung weiterer, mit dieser Struktur verbundener Konten steigen wird.

Zur Erinnerung: Ende Dezember bezeichnete Bitwise-CEO Hunter Horsley Bitcoin als Rettung vor dem wirtschaftlichen Zusammenbruch im Iran.

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