
Die erste Kryptowährung notierte bei 70.000 US-Dollar. Laut einem Bericht von Glassnode wurde der Markt durch erneute Zuflüsse in US-amerikanische Bitcoin-Spot-ETFs gestützt.
Da die Liquidität noch nicht ausreicht, hat sich der Bitcoin-Kurs bei rund 70.000 US-Dollar stabilisiert. Die ETF-Zuflüsse nehmen zu und der Verkaufsdruck lässt nach. Allerdings deuten die verhaltenen Spot-Volumina und das geringe Angebot darauf hin, dass eine stärkere Nachfrage weiterhin notwendig ist, um eine nachhaltige Erholung zu erzielen.
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— glassnode (@glassnode) 25. März 2026
Analysten haben klargestellt, dass Bitcoin noch immer nicht über genügend Handelsvolumen verfügt, um ein nachhaltiges Wachstum zu ermöglichen. Zudem bildet sich eine neue Akkumulationszone: Kurzfristig orientierte Anleger mit einem Anlagehorizont von ein bis vier Wochen haben bei 70.200 US-Dollar eine grundlegende Unterstützung geschaffen.
Der Hauptwiderstand dürfte oberhalb von 82.000 US-Dollar liegen, wo sich ein Großteil des Angebots konzentriert. Experten warnen davor, dass die Unterstützung bei 70.200 US-Dollar aufgrund des derzeit geringen Kaufvolumens weiterhin gefährdet ist.
Die Marktstimmung bleibt besorgniserregend und ähnelt in vielerlei Hinsicht der Situation im zweiten Quartal 2022.

Index für Angst und Gier im Kryptowährungsbereich. Quelle: Alternative.
Die nicht realisierten Verluste der Anleger steigen, doch von einer Kapitulation ist noch nichts zu sehen. Die Gewinnmitnahmen im Netzwerk sind im Vergleich zum Höchststand im Juli 2025 um 96 % eingebrochen – von 3 Milliarden US-Dollar auf 100 Millionen US-Dollar. Ein solch drastischer Liquiditätsrückgang deutet auf einen Mangel an frischem Kapital hin.
Der Spothandel bleibt schleppend. Die Kurserholung basiert hauptsächlich auf lokalen Rückkäufen nach Kursrückgängen. Gleichzeitig kehren Großinvestoren vorsichtig an den Markt zurück: Die täglichen Zuflüsse in Spot-ETFs sind wieder positiv.
Der Derivatemarkt wird von Short-Positionen dominiert, die Finanzierungssätze bleiben negativ. Händler zahlen zu viel für das Halten von Short-Positionen, und wenn der Zinssatz weiter steigt, könnte dieses Ungleichgewicht eine Liquidationswelle auslösen und den Preis zusätzlich antreiben.
Die gestiegene Volatilität hat Marktteilnehmer gezwungen, mehr Put-Optionen zu kaufen, um sich gegen einen Kursverfall abzusichern. Zusätzlicher Druck entsteht durch Market Maker, die ihre Risiken absichern.
Nach dem Verfall von Optionen im Wert von 10 Milliarden US-Dollar werden signifikante Veränderungen erwartet. Dieses Ereignis wird den Druck von Absicherungsgeschäften verringern, den Zinssatz empfindlicher gegenüber externen Faktoren machen und möglicherweise weiteres Wachstum ermöglichen, falls die Spotnachfrage wieder anzieht.
Es ist noch zu früh, um von einem Markttief zu sprechen.
Vor dem Hintergrund einer technischen Erholung behaupten einige Analysten die Bildung eines lokalen Minimums und den Beginn der Altcoin-Saison.
Der CryptoQuant-Experte Crypto Dan, der unter dem Pseudonym Crypto Dan auftritt, hält solche Schlussfolgerungen jedoch für verfrüht. Seiner Ansicht nach seien strukturelle Signale für eine Trendwende im Abwärtstrend noch nicht aufgetreten.
Bitcoin – es ist noch zu früh, einen Tiefpunkt zu bestimmen.
„Um einen echten Markttiefpunkt sicher zu identifizieren, müssen konsistentere und eindeutigere Bestätigungssignale in den On-Chain-Metriken, Volatilitätsmustern und Kapitalzuflusstrends auftreten.“ – von @DanCoinInvestor pic.twitter.com/eC4AzXML04
— CryptoQuant.com (@cryptoquant_com) 26. März 2026
Nachdem der Markt Ende 2025 in eine Baissephase eingetreten war, fiel der Bitcoin-Kurs auf 60.000 US-Dollar. Obwohl einige Indikatoren auf einen möglichen Tiefpunkt hindeuten, sieht der Analyst dieses Szenario nur als eine von mehreren möglichen Optionen. Eine nachhaltige Trendwende erfordert koordinierte Veränderungen bei den On-Chain-Kennzahlen, den Volatilitätsmustern und stabile Kapitalzuflüsse. Solange diese Signale nicht auftreten, ist es verfrüht, vom Ende des Abwärtstrends zu sprechen.
Zur Erinnerung: Am 25. März erreichte der Kurs der ersten Kryptowährung 72.000 US-Dollar. Dies wurde durch den bevorstehenden Verfall einer wichtigen Optionskontraktlinie und Berichte über eine mögliche Deeskalation im Nahen Osten begünstigt.
