
Laut den Analysten von Bitwise verbessern Bitcoin und Gold die risikobereinigte Portfolio-Performance im Vergleich zur klassischen Strategie deutlich.
Laut ihren Beobachtungen hat eine gemischte Anlagestrategie mit einem Anteil von 15 %, aufgeteilt zwischen Kryptowährung und Gold, in den letzten zehn Jahren eine Sharpe-Ratio erzielt, die fast dreimal so hoch ist wie die des Vergleichsportfolios mit einer 60/40- Aufteilung.
Ein hoher Wert des Koeffizienten deutet auf ein gutes Kapitalmanagement hin: Das Anlagegut erwirtschaftet Gewinn bei moderaten Preisschwankungen. Ein niedriger Wert signalisiert hingegen, dass der potenzielle Gewinn das Risiko nicht rechtfertigt.
Bitwise erklärte, die Empfehlung des Milliardärs und Bridgewater-Associates-Gründers Ray Dalio geprüft und bestätigt zu haben. Im Juli hatte er empfohlen, 15 % eines Anlageportfolios in Bitcoin oder Gold zu investieren, um sich gegen den Wertverfall des US-Dollars abzusichern.
Die geschätzte Sharpe-Ratio für ein Portfolio mit 15 % in diesen beiden Anlageklassen betrug 0,679 gegenüber 0,237 für das klassische Portfolio. Die reine Goldstrategie erzielte ein Ergebnis von 0,436.
Dynamik in Krisenzeiten und Wachstumsphasen
Im Rahmen der Studie analysierten Experten vier groß angelegte Marktabschwünge (2018, 2020, 2022, 2025) und deckten dabei ein klares Muster im Verhalten der Vermögenswerte auf.
In Abwärtsphasen wirkt Gold stabilisierend und verzeichnet Zuwächse oder geringere Verluste. Bitcoin hingegen erlebt stärkere Korrekturen als Aktien. In Erholungsphasen schneidet die Kryptowährung deutlich besser ab als Edelmetalle und traditionelle Anlageklassen.
Beispielsweise fielen im Jahr 2020 inmitten der COVID-19-Pandemie die Aktienkurse um 33,79 %, der Bitcoin-Kurs um 38,10 % und der Goldpreis um 3,63 %. Im Zuge der allgemeinen Erholung stieg der Bitcoin-Kurs jedoch um 774,94 %, der Goldpreis um 111,92 % und die Aktienkurse um 77,8 %.
Analysten erläuterten auch die Dynamik der aktuellen Erholung nach dem Einbruch im Oktober. Zum Zeitpunkt der Studie (Daten noch nicht endgültig) lag Gold mit einem Anstieg von 44,79 % gegenüber dem lokalen Tiefpunkt an der Spitze. Aktien legten um 38,65 % zu und Bitcoin um 14,04 %.
Der vollständige Erholungszyklus endet im April 2026, daher können sich die Endergebnisse noch ändern.
„Oft wird die Frage nach der Wahl zwischen Gold und Bitcoin als ‚Entweder-oder‘-Frage dargestellt. Wie die Daten jedoch zeigen, ist historisch gesehen die beste Antwort ‚beides‘“, so das Fazit von Bitwise.
Zur Erinnerung: Zum ersten Mal seit Mitte 2022 sank die 52-Wochen-Korrelation zwischen Bitcoin und Gold auf null.
