
Laut TechCrunch haben die Entwickler von Bluesky einen KI-Assistenten angekündigt, mit dem man eigene Algorithmen erstellen kann, um einen personalisierten Newsfeed zu generieren.
Die Attie-Anwendung wurde auf der Atmosphere-Konferenz vom ehemaligen Bluesky-CEO Jay Graber (jetzt Chief Innovation Officer) und CTO Paul Frazee vorgestellt.
Die Teilnehmer werden die ersten sein, die die neue Lösung testen, die die Claude-Technologie von Anthropic nutzt, um eine Anwendung auf Basis des Bluesky AT-Protokolls zu erstellen.
Das Tool ist nicht Teil von Bluesky – es handelt sich um ein separates Produkt.
Mit Attie kann jeder seinen eigenen Feed erstellen, indem er Befehle in natürlicher Sprache eingibt – ein Prozess, der der Kommunikation mit Chatbots ähnelt.
Sie können mit dem Dienst interagieren: Fragen Sie beispielsweise nach potenziell interessanten Beiträgen oder danach, was sich am besten zum Weiterverbreiten eignet.
„Sie haben die Kontrolle darüber, können es nach Ihren Vorstellungen gestalten, ohne den Code zu kennen oder zu verstehen, wie man solche Feeds einrichtet“, sagte CEO Tony Schneider.
Attie ermöglicht es zunächst, Feeds zu erstellen und anzuzeigen, die später in Bluesky oder jeder anderen AT-Protokoll-basierten Anwendung zugänglich sind. Zukünftig können Benutzer mithilfe von Vibe Coding eigene Ressourcen und Tools erstellen.
Schneider erklärte, dass Graeber und ihr Team vor einigen Monaten mit der Entwicklung der App begonnen hätten. Sie ist überzeugt, dass große Plattformen KI mittlerweile zu ihrem Vorteil nutzen, um die Verweildauer der Nutzer in den Apps zu erhöhen, Daten zu sammeln und Algorithmen zu kontrollieren.
„Wir glauben, dass KI den Menschen dienen sollte, nicht den Plattformen. Ein offenes Protokoll gibt Ihnen diese Möglichkeit. Sie können Ihre eigenen Feeds erstellen, die Software nach Ihren Wünschen gestalten und wichtige Informationen aus dem Datenrauschen extrahieren“, betonte der Unternehmer.
Schneider fügte hinzu, dass es trotz der Beteiligung von Krypto-Investoren an der jüngsten Finanzierungsrunde von Bluesky in Höhe von 100 Millionen US-Dollar keine Pläne zur Integration von Kryptowährungen gebe.
„Das sind Menschen, die sich von der Dezentralisierung in der Kryptoindustrie angezogen fühlten. Sie investierten in Projekte ohne jegliche Schwachstelle. Hier sind soziale Netzwerke, die dieser Vision entsprechen“, erklärte sie.
Statt auf digitale Assets zu setzen, erwägt das Unternehmen andere Monetarisierungsmethoden.
Zur Erinnerung: Vom 30. August bis zum 1. September 2024 stieg die Zahl der Bluesky-Nutzer um 1 Million. Auslöser war das Verbot von X in Brasilien.
