CryptoQuant: Bitcoin befindet sich in einer historischen „Stresszone“.

Bitcoins aSOPR ist auf den Bereich von 0,92–0,94 gefallen. Historisch gesehen signalisiert dieses Niveau laut CryptoQuant-Analyst Woominkyu einen starken Verkaufsdruck und einen bärischen Trendwechsel.

Der Experte erinnerte an die Ähnlichkeit der aktuellen Situation mit den tiefen Korrekturen der Jahre 2019 und 2023. In diesen Zeiträumen führten massive Verlustmitnahmen zur Kapitulation der Anleger und einem anschließenden Neustart des Marktes.

Ein Wert unter 1 deutet auf den Verkauf von Coins „im Minus“ hin. Woominkyu betonte den Unterschied zwischen der aktuellen Situation und normalen Kursrückgängen in der Zyklusmitte:

„Im Gegensatz zu kurzfristigen Einbrüchen, bei denen der aSOPR schnell wieder auf die Marke von 1 zurückkehrt, sehen wir jetzt eine anhaltende Schwäche und eine fortgesetzte Verlustkorrektur.“

Laut Analysten steigt die Wahrscheinlichkeit eines Übergangs in eine ausgewachsene Baissephase deutlich an, sollte der Indikator in naher Zukunft nicht wieder über die Parität steigen. Die aktuelle Marktstruktur deutet eher auf eine Änderung des globalen Trends als auf eine lokale Korrektur hin.

Der Experte merkte an, dass der Markt bereits in die „Stresszone“ eingetreten sei, aber noch nicht den Punkt der endgültigen Kapitulation erreicht habe. Um einen „echten Tiefpunkt“ zu erreichen, seien ein Höhepunkt der Verlustrealisierung und ein vollständiges Nachlassen des Verkaufsdrucks erforderlich.

Risiko von Kaskadenliquidationen

Bitcoin nähert sich der wichtigen Marke von 60.000 US-Dollar. Ein Unterschreiten dieser Marke birgt die Gefahr eines starken Anstiegs der Volatilität und von Zwangsverkäufen an den Options- und Kreditmärkten.

Laut Deribit wird das größte Cluster von Put-Optionen mit einem offenen Interesse von 1,24 Milliarden US-Dollar profitabel, wenn die Kurse unter 60.000 US-Dollar fallen.

In der Nähe befindet sich eine wichtige technische Unterstützung – der gleitende 200-Wochen-Durchschnitt bei 58.000 US-Dollar. Ein Kursrückgang in diese Zone löst die automatische Liquidation von Sicherheiten auf Bitcoin-Kredite und eine Kettenreaktion des Schuldenabbaus aus.

Eine Konsolidierung unterhalb von 60.000 US-Dollar ebnet den Weg zur Marke von 50.000 US-Dollar, wo sich das nächste große Volumen an Put-Optionen konzentriert.

Die Marktstimmung bleibt pessimistisch. Ein Durchbruch unter die Spanne von 58.000 bis 60.000 US-Dollar könnte die Korrektur um weitere 20 % verstärken, und lokale Erholungen sehen bisher schwach aus.

Zur Erinnerung: Die Analysten von CryptoQuant stellten fest, dass trotz der massiv verzeichneten Verluste die On-Chain-Metriken die Bildung eines strukturellen Bodens noch nicht bestätigen.

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