Den Bitcoin-Minern bleiben weniger als eine Million Bitcoins zum Schürfen übrig.

Am 9. März erreichte das Volumen der noch nicht geschürften Bitcoins die Marke von 1 Million. Aktuell befinden sich mehr als 95 % des maximalen Volumens von 21 Millionen BTC im Umlauf.

Bild

Quelle: BitBo.

Die Blockchain arbeitet mit einem festen Emissionsplan:

  • Im Durchschnitt fügen Miner jeden Tag 144 Blöcke hinzu;
  • Die Blöcke des Jahres 2016 werden in etwa zwei Wochen gebildet.

Die Belohnung für einen geschürften Block halbiert sich alle 210.000 Blöcke. Diese Halbierung erfolgt etwa alle vier Jahre. Nach diesem Ereignis im Jahr 2024 beträgt die Belohnung 3,125 BTC pro Block. Das Netzwerk befindet sich in der fünften Emissionsepoche.

Die nächste Reduzierung wird voraussichtlich im April/Mai 2028 erfolgen. Danach wird die Belohnung auf 1,5625 BTC sinken.

Bild

Zeitplan der anstehenden Halbierungen. Quelle: CoinGecko.

Die Miner werden die verbleibenden Bitcoins erst im Jahr 2140 schürfen.

Schwierige Zeiten

Jede weitere Halbierung verringert das Einkommen der Miner und erhöht den Druck auf ihre Wirtschaft. Langfristig dürften Transaktionsgebühren die Haupteinnahmequelle darstellen. Derzeit machen sie jedoch nur einen relativ kleinen Teil der Belohnung aus.

CryptoSlate hat am Beispiel des Bitcoin-Miners von Riot Platforms berechnet, dass die Gewinnschwelle, allein unter Berücksichtigung der Stromkosten, derzeit bei etwa 74.000 US-Dollar pro Bitcoin liegt. Berücksichtigt man zusätzlich die Kosten für Ausrüstung, Infrastruktur, Kühlung, Wartung und Finanzierung, könnten die tatsächlichen Kosten 100.000 US-Dollar pro Bitcoin übersteigen.

Ein erheblicher Teil der Bergbauunternehmen ist bereits „unter Wasser“ – sie arbeiten mit minimalen Gewinnspannen oder sogar mit Verlust.

Bild

Quelle: TheMinerMag.

Infrastrukturrisiken

Forscher der Universität Cambridge analysierten elf Jahre an Daten und 68 Ausfälle von Unterwasser-Kommunikationsleitungen und kamen zu dem Schluss, dass physische Ausfälle nahezu keinen Einfluss auf das Bitcoin-Netzwerk haben.

Der durchschnittliche Rückgang der Knotenpunkte beträgt 1,5 % und korreliert nicht mit dem Preis. Um 10 % der Knotenpunkte abzuschalten, müssten 72 % bis 92 % aller interkontinentalen Verbindungen stillgelegt werden.

Die Schwachstelle hat sich auf eine andere Ebene verlagert. Ein gezielter Angriff auf die fünf größten Hosting-Anbieter – Hetzner, OVHcloud, Comcast, Amazon Web Services und Google Cloud – kann bis zu 95 % der sichtbaren Knoten lahmlegen, wenn nur 5 % der Kapazität entfernt werden.

Selbst eine vollständige Abschaltung des Clearnets würde das Netzwerk jedoch weiterhin funktionsfähig lassen. Tor hat sich zur strukturellen Grundlage für die Ausfallsicherheit entwickelt. Der Anteil des anonymen Browsers ist von null im Jahr 2024 auf heute 63 % (14.602 Knoten) gestiegen.

Experten wiesen zudem auf das Paradoxon des chinesischen Vorgehens gegen Cyberkriminalität hin. Das Mining-Verbot von 2021 führte zu einer weltweiten Verteilung der Hashrate, während die verstärkte Zensur Betreiber zum Wechsel zu Tor zwang. Infolgedessen stieg der kritische Schwachstellenindex des Netzwerks von 0,72 auf 0,88.

Zur Erinnerung: Im März 2026 kündigte das Startup Starcloud Pläne zum Bitcoin-Mining im Weltraum an. Das Projekt plant, noch in diesem Jahr einen Satelliten mit ASIC-Minern an Bord in die Umlaufbahn zu bringen.

No votes yet.
Please wait...

Leave a Reply

Your email address will not be published. Required fields are marked *