Die Experten von JPMorgan bezeichneten die Bitcoin-Korrektur als Chance für langfristige Investoren.

Trotz der negativen Marktentwicklung seit Jahresbeginn behält JPMorgan laut CoinDesk einen positiven Ausblick für digitale Vermögenswerte bei.

Die Bank geht davon aus, dass der Zufluss institutionellen Kapitals und das Entstehen klarer Regulierungen zu den wichtigsten Triebkräften der Erholung der Branche werden.

„Wir blicken positiv auf die Aussichten für 2026 und erwarten einen Anstieg der Mittelzuflüsse in digitale Vermögenswerte, der von institutionellen Anlegern getrieben wird“, heißt es in einem Bericht von Analysten unter der Leitung von Nikolaos Panigirtsoglou.

Korrektur als Chance

Die Experten von JPMorgan bleiben trotz der Bitcoin-Korrektur unter die Gewinnschwelle für das Mining optimistisch. Historisch gesehen diente dieses Niveau als eine Art „weiche“ Unterstützung für die Kurse.

Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung dieses Artikels wird die erste Kryptowährung bei rund 67.390 US-Dollar gehandelt. Analysten schätzen die aktuellen Kosten für das Mining einer Münze auf etwa 77.000 US-Dollar.

Der kurzfristige Preisrückgang unter die Gewinnschwelle setzte die Stimmung der Marktteilnehmer unter Druck und führte zu einem Rückgang der On-Chain-Aktivität.

Bleibt der Preis längere Zeit unter diesem Niveau, werden weniger effiziente Miner gezwungen sein, ihre Anlagen abzuschalten. Dies reduziert die Komplexität des Netzwerks und die gesamten Produktionskosten. JPMorgan bezeichnet diesen Prozess als selbstregulierenden Marktmechanismus.

Institutionelle Anleger vs. Privatanleger

Trotz des Rückgangs bleibt die Volatilität hoch. Gleichzeitig hat sich das Interesse institutioneller Anleger als widerstandsfähiger erwiesen als das von Privatanlegern. Analysten zufolge bildet dies die Grundlage für eine Erholung, vorausgesetzt, Kapital fließt wieder in digitale Vermögenswerte.

Bitcoin vs. Gold

Bitcoins relative Attraktivität als Anlage hat zugenommen. Während Gold seit Oktober deutlich besser abgeschnitten hat als die Kryptowährung, ist die Volatilität des Edelmetalls sprunghaft angestiegen.

Diese Kombination macht die erste Kryptowährung langfristig zu einem attraktiveren Instrument, heißt es in dem Bericht.

Nachfolgend die Dynamik des CBOE Gold Volatility Index, eines Index, der die Markterwartungen hinsichtlich der Preisschwankungen des Edelmetalls in den nächsten 30 Tagen misst.

GOLD_vol

Dynamik des CBOE Gold Volatility Index. Quelle: Yahoo Finance.

Prognose für 2026

JPMorgan geht davon aus, dass der Zufluss von Geldern in digitale Vermögenswerte im Jahr 2026 wieder anhalten wird. Haupttreiber des Wachstums werden institutionelle Anleger sein, nicht Privatanleger oder Unternehmensfinanzabteilungen.

Zusätzlich wird dieser Trend durch Fortschritte bei der US-Regulierung unterstützt, einschließlich der möglichen Verabschiedung neuer Gesetze wie des Clarity Act.

Zur Erinnerung: Analysten von JPMorgan prognostizierten, dass Bitcoin langfristig einen Kurs von 266.000 US-Dollar erreichen könnte. Ihrer Ansicht nach wird die Kryptowährung „attraktiver als Gold“.

No votes yet.
Please wait...

Leave a Reply

Your email address will not be published. Required fields are marked *